ORF Lange Nacht der Museen

 

 

 

 

ORF Lange Nacht der Museen
02. Oktober 2021, 18 bis 1 Uhr, Werkraumhaus in Andelsbuch

 

Bei der Langen Nacht der Museen am Samstag, 2. Oktober öffnet das Werkraumhaus seine Pforten von 18 bis 1 Uhr! 

 

Ausstellung: Vom Schaufenster zum Wissensfenster

Getragen von den Mitgliedern des Werkraums Bregenzerwald, widmet sich die diesjährige Werkraumschau dem Wissen und der Zusammenarbeit im Handwerk. Gezeigt und erläutert werden 15 Objekte, wie sie in neu gefundenen Gewerksformationen gemeinsam entwickelt und umgesetzt wurden. Die Offenlegung der Entstehungs- und Herstellungsprozesse, eingebettet in soziale, kulturelle und ökologische Zusammenhänge, verbindet Werk und Wissen in einem Raum

 

Die Nachwuchs-Werkstatt öffnet ihre Türen

Damit die „ORF-Lange Nacht der Museen“ noch bunter und unvergesslicher wird, öffnet im Werkraumhaus die Nachwuchs-Werkstatt. Als Werkzeug verwenden die Besucher/innen ihre Hände und Kreativität – gemeinsam werden Holzkugeln zum Leben erweckt, und lustige Figuren entstehen.

 

Ticketpreise:

Die Tickets kosten regulär € 15 und ermäßigt € 12 (für Schüler:innen, Studierende, Senior:innen, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-Club-Mitglieder).

Regionale Tickets kosten € 6 und berechtigen zum Besuch der regionalen Museen.

Freier Eintritt für Kinder bis zwölf Jahre.

 

Mehr Informationen gibt es hier.

Genuss.Abend: Bier & Käse

© Benjamin Schlachter für Bregenzerwald Tourismus

 

Herbstzeit ist Genusszeit. Im Rahmen der Herbst.Genuss.Zeit, die dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet, können am 08. Oktober alle Kulinarik-Fans einen Genuss.Abend im Werkraumhaus erleben:

Dass Wälder Bier und Käse sensorisch miteinander zu herzhaftem Genuss verschmelzen lassen, kann man an diesem Abend in Begleitung eines Bier- und eines Käsesommeliers erleben. Dazu gibt es allerhand Hinweise wie man auch zu Hause Käse- und Bierverkostungen in geselligen Runden durchführen kann. Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald bereichern mit einer Führung durch die aktuelle Ausstellung Vom Schaufenster zum Wissensfenster diesen Genuss.Abend. Auch für musikalische Umrahmung ist gesorgt.

 

Kosten: €30 pro Person

 

Buchung: Büro KäseStrasse Bregenzerwald T +43 5513 42870-41 oder info@kaesestrasse.at

 

Mehr Informationen: KäseStrasse Bregenzerwald – HERBST.GENUSS.ZEIT 

Finissage: Vom Schaufenster zum Wissensfenster

Vom Schaufenster zum Wissensfenster
Eine Ausstellung über Wissen und Zusammenarbeit im Handwerk

 

Finissage
Zum Abschluss geben Handwerker:innen der Ausstellung noch einmal im persönlichen, moderierten Gespräch vertiefende Einblicke zu ihren Ausstellungsprojekten und Arbeitsweisen.

Kommen Sie vorbei und lassen Sie bei guten Gesprächen, kühlen Getränken und kleinen Speisen die Woche ausklingen.

Freitag, 29. Oktober 2021, 17 Uhr, Werkraumhaus

 

Über die Ausstellung
Das Werkraumhaus ist ein Schaufenster ins Handwerk. Getragen von den Mitgliedern des Werkraum Bregenzerwald widmet sich die diesjährige Werkraumschau dem Wissen und der Zusammenarbeit im Handwerk. Die Idee geht zurück auf eine Dialogwerkstatt, einem Format, in welchem die Werkraum-Handwerker*innen sich treffen und austauschen und Anregungen für die Aktivitäten im Werkraum entwickeln. So wird das dem Handwerk eingeschriebene Wissen zum Handlungs- und Themenfeld einer Ausstellung. Gezeigt und erläutert werden Objekte, wie sie in neu gefundenen Gewerksformationen gemeinsam entwickelt und umgesetzt wurden. Die Offenlegung der Entstehungs- und Herstellungsprozesse, eingebettet in soziale, kulturelle und ökologische Zusammenhänge, verbindet Werk und Wissen in einem Raum.

 

Impliziertes und explizites Wissen
Das Wissen im Handwerk umfasst explizites und implizites Wissen. Das implizite Wissen ist ein stilles oder unsichtbares Wissen (vom Englischen hidden knowledge oder tacit knowing), erworben über Handlungen und Beobachtungen, in Worten nicht vollständig ausdrückbar. Ein eindeutig über Sprache kommunizierbares Wissen wird als explizites Wissen verstanden. Schon William Morris, der Vater des Designs und Kunsthandwerks, hat von den traditionellen Fertigkeiten im Handwerk als einer Art unbewusster Intelligenz gesprochen. Eine Intelligenz, die grundsätzlich an Handlungen gebunden ist und im Gegensatz zum explizitem Wissen schwer zu fassen ist. Das implizite Wissen umfasst immer auch ein Können und ist ein Expertenwissen.

 

Werkstätten und Baustellen als Wissens- und Lernorte
Wie in den Laboren der Naturwissenschafter*innen wird in den Werkstätten der Handwerker*innen experimentiert, beobachtet, auf Überraschungen oder Unvorhergesehenes unmittelbar reagiert, auch dem Zufall Raum gegeben. Gerade im Bereich von Sanierungen entsteht so Wissenszuwachs, im sorgsamen Umgang mit den Ressourcen ein ökologischer Beitrag. Dieses Einlassen auf neue Problemstellungen im Austausch mit anderen schafft Werte und Qualitäten, die dem handwerklichen Produkt eingeschrieben und im Gebrauch spürbar sind.

 

15 Beiträge machen Wissen  erfahrbar
„Vom Schaufenster zum Wissensfenster“ stellt in Summe 15 physische Projekte vor. Je nach Projekt sind an der Entwicklung und Umsetzung mindestens zwei bis zu vier Partner*innen aus Handwerk, Gestaltung und Wissenschaft involviert. Aus der Vorgabe, sich Beteiligte zu suchen, mit welchen in dieser Konstellation noch nicht gearbeitet wurde, lassen sich unterschiedliche Wissenspraktiken, vom Wissensaufbau bis zur Wissensdokumentation, ablesen.

 

Fünf Botschaften zum Wissen im Handwerk
Fünf Botschaften erläutern die objektimmanenten Wissenspraktiken, detaillierte Projektbeschreibungen schaffen die Fakten, die Exponate machen sie erlebbar. Über die App „Hearonymus“ sind Statements der Projektbeteiligten zu hören, in welchen sie über ihre Erfahrungen, die Zusammenarbeit im Team und ihren persönlichen Wissenszuwachs berichten. Somit haben die Besucher*innen die Möglichkeit, mit allen Sinnen in die Welt des Handwerkerwissens einzutauchen.

 

 

Neue Geschäftsleitung Werkraum Bregenzerwald

Belinda Rukschcio übernimmt ab 1. März 2021 die Geschäftsleitung des Vereins Werkraum Bregenzerwald.

 

Der Werkraum Bregenzerwald ist ein attraktiver Arbeitgeber: Über 40 Personen haben sich um die Stelle der Geschäftsleitung des Vereins beworben. Aus dem professionell begleiteten und breit getragenen Prozess ist Belinda Rukschcio als künftige Geschäftsleitung hervorgegangen. Sie tritt die Stelle am 1. März 2021 an. Bis dahin wird weiterhin der ehrenamtliche Vorstand mit Obmann Martin Bereuter an der Spitze die Geschäfte der erfolgreichen Kooperation führen.

Nach zehn Jahren in Deutschland zieht es die gebürtige Wienerin Belinda Rukschcio (47) jetzt zurück in ihre Heimat Österreich. In ihrer künftigen Aufgabe als Geschäftsleitung des Werkraums Bregenzerwald sieht sie viele Möglichkeiten und Chancen für das Handwerk, das aus ihrer Sicht eine essenzielle Bedeutung nicht nur für die Baukultur hat. „Von seiner Geschichte und seinem Aufbau her ist der Werkraum Bregenzerwald einzigartig und nimmt in Europa eine Vorreiterrolle ein. Ich bin

gespannt darauf, hier mit Funktionären, Mitgliedern und Partnern die Fachbereiche Handwerk, Gestaltung und Baukultur zu verbinden und am Ausbau von Wissensvermittlung und internationalem Netzwerk mitzuwirken“, freut sich Dipl.-Ing. Belinda Rukschcio auf ihre zukünftige Aufgabe.

 

Als gelernte Kleidermacherin ist die Wienerin im Handwerk selbst verwurzelt. Nach dem Studium der Architektur an der Wiener Kunstschule und an der Technischen Universität Wien sowie einer Ausbildung an der Deutschen Akademie für Management in Berlin war Belinda Rukschcio u. a. einige Jahre als selbstständige Architektin tätig und hatte die Projektleitung am Haus der Architektur in Graz inne. Ein besonderes Highlight war für sie die Organisation des Österreich-Pavillons bei der 11. Architekturbiennale in Venedig. Auch fungierte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an diversen Universitäten in Deutschland und arbeitete die vergangenen vier Jahre bei der deutschen Bundesstiftung Baukultur.

 

„Neues europäisches Bauhaus“ der EU als Chance für den Werkraum Bregenzerwald

 

Vor Kurzem hat die Europäische Union das „neue europäische Bauhaus“ vorgestellt, eine strategische Ausrichtung und Bewegung mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit. Der Werkraum hat sich bereits in den vergangenen Wochen damit auseinandergesetzt. Auch die künftige Geschäftsleitung sieht darin Chancen: „Ich denke, der Werkraum Bregenzerwald kann und sollte hier aktiv mit dabei sein. Schon seit den Anfängen wird diese Nachhaltigkeit ja mitgetragen, die Kompetenzen und Erkenntnisse sind vorhanden“, ist Belinda Rukschcio überzeugt. „Umso mehr freue ich mich auf die fachübergreifende Zusammenarbeit, speziell auch dazu, was in traditionellem Handwerk an zeitgemäßem Wissen zu Nachhaltigkeit und ressourcenschonenden Materialien steckt.“

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