Sonderausstellung: Constructive Alps. Bauen für das Klima

Der seit 2011 ausgelobte Architekturwettbewerb Constructive Alps spannt den Bogen über die Ländergrenzen hinweg. Er ist Beitrag zur Umsetzung der Alpenkonvention und Denkanstoß für ein gutes Leben in den Alpen. Das Bundesamt für Raumentwicklung der Schweiz und das Amt für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein prämieren Sanierungen und Neubauten, die innerhalb des Alpenbogens stehen. In deren Umsetzung wurden sowohl ökologische und ökonomische, als auch soziale und kulturelle Kriterien berücksichtigt. In der Ausstellung Constructive Alps. Bauen für das Klima werden die Preisträger des Wettbewerbs 2020 präsentiert. Beim Bauen und Sanieren von Gebäuden werden Entscheidungen getroffen, die auf vielfältige Weise Einfluss auf den CO2-Ausstoß und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen haben. Fünf Aspekte zeigen die Vielfalt und Komplexität von zukunftsfähiger Architektur: Natürliche Materialien, Dauerhaftigkeit, Positive Energiebilanz, Genügsamkeit und Sorgfalt im Umgang mit der Landschaft.

 

Das Werkraumhäuschen – Eine Ausstellung, ein Gebäude? Ein Prozess!

Die Montagehalle von Architekt Johannes Kaufmann für die Zimmerei und Tischlerei Kaufmann in Reuthe wurde mit dem 2. Preis dotiert. Sie bildet den Ausgangspunkt für eine nähere Betrachtung des Aspekts des kreislaufgerechten Bauens in der Praxis. Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald bauen anlässlich der Ausstellung gemeinsam mit ihren Lehrlingen ein mobiles Modul, das „Werkraumhäuschen“. Im Fokus steht dabei das Bauen mit möglichst sortenreinen Materialien. Diese können nach einem Rückbau einfach ausgebaut und mit kaum einer Wertminderung wiederverwendet werden. Als mobiler Botschafter wird das „Werkraumhäuschen“ kooperativ genutzt und vermittelt dabei die Thematik des nachhaltigen Bauens.

 

Das Werkraumhäuschen
Initiatoren und Ausführungsplanung: Johannes Kaufmann, Matthias Kaufmann
Entwurf und Leitung: Wolfgang Schwarzmann
Inhaltliche Begleitung: Dirk E. Hebel, KIT Karlsruher Institut für
Technologie: Wolfgang Schwarzmann

 

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Alpinen Museum der Schweiz statt. 

Mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

 

Den Auftakt zur Ausstellung Constructive Alps. Bauen für das Klima und dem Werkraumhäuschen bildete der erfolgreiche Vortrag Einfach anders bauen von Dirk E. Hebel vom Karlsruher Institut für Technologie. Dabei sprach er vor über 50 Werkraum Mitgliedern und anderen Interessierten über kreislaufgerechtes Bauen und Urban Mining.