Forschungsprojekt Stadt-Land-Kind

Eine intergenerative Ethnographie zu Sehnsuchtsbildern vom Land

 

Ausgehend von der europaweit einzigartigen Fotosammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde untersucht das Forschungsprojekt „Stadt-Land-Kind“ den Mythos vom besseren Leben auf dem Land aus einer intergenerativen Perspektive. Im Dialog mit Wissenschaftler/innen erforschen Schüler/innen gängige Stadt-Land-Konstruktionen und entsprechende Bild- und Bedeutungsproduktionen im Austausch mit Eltern und Großeltern.

 

Mit welchen Bildern „schreiben“ wir unsere Geschichte vom Land? Und welche gesellschaftlichen Entwürfe und (Zukunfts-)versprechen werden in diesen Bildern verhandelt? lauten die forschungsleitenden Fragen. Ziel ist zum einen die Dekonstruktion gängiger Authentizitätsvorstellungen, wie sie sich Tourismus-, Produkt-, und Politikinszenierungen mit Bildern vom Land heute zu Nutze machen. Zum anderen zielt das Projekt auf eine Aktualisierung der Erinnerungen zum ländlichen Österreich durch a) das kritische Hinterfragen historisch und kulturell konstruierter Sehnsuchtsmotive, durch b) das Generieren neuer multi-perspektivischer Bilder sowie durch c) das kollektive Ausstellen und Vermitteln.

 

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Fest der Werkraum Freunde, Doppelbrennter mit Roland Adlassnigg

Das diesjährigeFest der Werkraum Freunde stellte die Kunst und das Handwerk der Schnapsbrennerei in den Mittelpunkt. Roland Adlassnigg, Bildhauer und Schnapsbrenner aus Rankweil, kochte am 2. September 2017 im Werkraum ein 5- gängiges Menü unter dem Motto: `DOPPELBRENNTER ́. Organisator und Conferencier des Abends war Paul Renner.

Symposium

Impressionen

 


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Traditionelles Handwerk als immaterielles Kulturerbe und Wirtschaftsfaktor in Österreich

 

Traditionelles Handwerk in Österreich – aber auch global betrachtet – braucht ein neues Selbstverständnis und mehr öffentliches Bewusstsein für seinen gesellschaftlichen Wert, um lebendig erhalten zu bleiben. Ganze Berufszweige und das damit verbundene Wissen und Können sind vom Aussterben bedroht: Es ist Zeit, diesen negativen Tendenzen entgegen zu wirken. Nicht nur als nachhaltige Antwort auf die Massenproduktion weltweiter Märkte, der Digitalisierung der Arbeitswelt und überbordenden Konsum, sondern auch im Hinblick auf ein aussichtsreiches und sinnstiftendes Ausbildungs- und Berufsangebot für kommende Generationen.

 

Termin: Freitag, 22. September 2017, 14.00—18.00 Uhr
Ort:
Werkraumhaus, Hof 800, A-6866 Andelsbuch
Programminformation:
Download hier
Anmeldung:
info@werkraum.at, T +43 5512 26386 (bis 18. September 2017)

 

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Nominierung Staatspreis Design 2017 „Werkraumschau Farb“

Aus 266 eingereichten Projekten schafften es rund 10% auf die diesjährige Shortlist zum  Staatspreis Design 2017, darunter das Ausstellungssystem der „Werkraumschau Farb“ von Roland Stecher (atelier stecher). Die Gewinner werden bei der offiziellen Preisverleihung am 27. September 2017 im Wiener MuseumsQuartier verkündet.

 

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VIENNA DESIGN WEEK 2017

DESIGNING CRAFT, CRAFTING DESIGN

Royal College of Art (RCA) London / Werkraum Bregenzerwald / Diaméter Collective

 

Die Ausstellung erforscht das kooperative Verhältnis von Handwerks- und Designschaffenden. Studierende des Royal College of Art (RCA) London wurden unter Anleitung des Designkollektivs diaméter angeregt, ihre eigene Position als Designerinnen und Designer im urbanen Kontext sowie in Relation oder Kontrast zu den Praktiken im Werkraum Bregenzerwald, wo Handwerk als Teil einer lokalen Community kultiviert wird, zu  reflektieren. Eine szenografische Reise durch die Ausstellung macht die Begegnungen der jungen Designschaffenden mit dem Meisterhandwerk in drei Schwerpunkten sichtbar: materielle Kultur im Bregenzerwald, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Handwerk sowie Rekontextualisierung und Neudenken von Materialien und Praktiken.

 

Als Forschungslabors dienten die Werkstätten von Felder Metall, Mohr Polster, Tischlerei Bereuter, Oberhauser & Schedler Bau, Strolz Leuchten, Kunstschmiede Figer und Schwarzmann, das Fenster.

 

29. September –8. Oktober, täglich 11–20 Uhr
Cocktail: Sa 30.9., 17–20 Uhr
Finissage: So 8.10., 17–20 Uhr

 

Festivalzentrale Süd am Sparkassaplatz 15., Sparkassaplatz 4

 

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Biomimicry Lern-Workshop 1.0

In Vorbereitung auf die Sommerausstellung 2018 organisierte der Werkraum einen spannenden Biomimicry Lern-Workshop mit BiologInnen, ÖkologInnen, Förstern, DesignerInnen, ArchitektInnen und HandwerkerInnen unter der Leitung von Regina Rowland und Elisabeth Kopf.

 

Werkraum Bregenzerwald von UNESCO ausgezeichnet

Die UNESCO hat den Werkraum Bregenzerwald in das „UNESCO-Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturgutes“ aufgenommen. Die Urkunde wurde am 20. Juli 2017 im Werkraum Haus in Anwesenheit von Kulturlandesrat Christian Bernhard von Kulturminister Thomas Drozda überreicht.

 

Ebenfalls aufgenommen wurden das Textile Zentrum Haslach (OÖ) und das Hand.Werk.Haus Salzkammergut (OÖ). Die drei ausgezeichneten Initiativen setzen in ihren Handwerksbereichen auf regional-spezifische Maßnahmen, kreative Vermittlung des Wissens und Kooperationen mit anderen Institutionen.

 

Immaterielles Kulturerbe

2003 beschloss die UNESCO-Generalversammlung das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Die Ziele dieses Abkommens sind: immaterielles Kulturerbe – Traditionen aus dem Bereich Tanz, Theater, Musik, Naturwissen und Handwerkstechniken – zu erhalten, den Respekt davor zu sichern sowie Bewusstsein und Anerkennung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu schaffen.

 

Das „Register guter Praxisbeispiele für die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes“ („Register of Good Safeguarding Practices“) zeichnet erfolgreiche Projekte in diesem Bereich aus. Die drei österreichischen Handwerkszentren sind nun im Register gemeinsam mit 391 weiteren Programmen gelistet, darunter die Ausbildung in traditioneller indonesischer Batik-Technik (Indonesien), das Zentrum für indigene Kunst in Veracruz (Mexiko) oder Wiederbelebung des Kalbrennens in Morón de la Frontera (Spanien).

 

Symposium Einladung