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Werkraumschau: Gastgeben – Räume für das Willkommensein

 

Gastgeben
Räume für das Willkommensein

Werkraumschau
22. Juni 2019  bis 11. Jänner 2020

Ausstellungskonzept: Isabella Natter-Spets/FUNKA, Lingenau

Raumkonzept: Nora Heinzle und Anja Innauer/NONA Architektinnen, Dornbirn

 

Was haben Handwerk und Gastlichkeit gemeinsam? Die Geschichte der Menschheit legt nahe, dass sich beide parallel ausgeprägt haben. So war der Bau von Kultanlagen – wie etwa Göbekli Tepe im Osten der heutigen Türkei 10.000 v. Chr. – ein gigantisches Unterfangen, das Kooperation über Sippen hinweg notwendig machte. Kleinere Gruppen schlossen sich mit Hilfe gastlicher Rituale zu größeren Verbänden zusammen.

 

Entwickelte sich vor Jahrtausenden durch das Handwerk bereits eine Gastgeberschaft, so ist die Beziehung zwischen beiden heute eine Wechselwirkung: Das Gastgeben – sowohl im Privaten wie auch im Professionellen – ist wichtiger Impuls- und Auftraggeber für das Handwerk. Dieses bietet den Gastgebern wiederum besondere Qualitäten: Handwerk – jedenfalls so wie die Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald es interpretieren, ist nachhaltig, langlebig, zeitlos, es überzeugt durch hohe Gebrauchstauglichkeit und es bietet dem Gast ein Mehr an Identifikationsmöglichkeit bei seiner Suche nach dem Echten, dem Individuellen und den Geschichten, die in einem Ort und seinen Dingen stecken.

 

Mit der Werkraumschau Gastgeben – Räume für das Willkommensein präsentieren sich rund 45 Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald in einer erzählerischen Verkaufsausstellung. Diese folgt der Idee, den Besuch im Werkraumhaus zu einem besonderen Hotelerlebnis zu machen und zeigt dabei den Beitrag des regionalen Handwerks, atmosphärische Räume für die Gastlichkeit zu schaffen.

 

Verschiedene Funktionen des Gastgebens werden in den von HandwerkerInnen gestalteten Räumen erlebbar. Die Ausstellung lädt ein zum Verweilen und Entdecken und zeigt wieregionales Handwerk und authentisches Gastgeben zusammenspielen. Wir heißen Sie Willkommen im Werkraum Bregenzerwald!

 

 

Die Werkraumschau ist ein spezielles Ausstellungsformat für die Mitgliedsbetriebe des Werkraum Bregenzerwald, das jeweils von wechselnden GestalterInnen entwickelt wird. Es löst die bisherigen Präsentationen in den Schaufenstern ab und bietet den HandwerkerInnen eine thematische Auseinandersetzung mit Fragen der Gestaltung.

 

Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet neben Ausstellungsführungen mit Mitgliedsbetrieben und Hotelpartnern, auch das raumspezifishe Veranstaltungsformat Raumerleben – etwa einen Koch-Abend, ein Popup-Hotelschneider-Service, ein Picknick im Gemüsegarten, uvm.

 

RAHMENPROGRAMM

Führungen

Zwei Perspektiven auf das Gastgeben ergänzen sich zu persönlichen und informativen Führungen – dialogische Rundgänge mit Mitgliedsbetrieben und GastgeberInnen der Hotelpartner des Werkraum Bregenzerwald. Neben Informationen zur Ausstellung, zu den Themenräumen und Objekten, wird auch über die Beziehung zwischen Handwerk und Gastgebertum erzählt.

 

Donnerstags, 17 Uhr: 11. Juli, 12. September, 7. November

Samstags, 10.30 Uhr: 29. Juni, 17. August, 12. Oktober, 14. Dezember

 

Anmeldung erforderlich, Eintritt inkl. Führung Euro 12.- (inkludiert die Werkraum Saisonkarte für die Werkraumschau Gastgeben)

 

Schulführungen und Gruppen: Anmeldung und Informationen auf Anfrage unter info@werkraum.at

 

Veranstaltungsreihe Raumerleben

In den zehn Ausstellungsräumen werden die verschiedenen Räume des Gastgebens in Mitmach-Veranstaltungen erlebbar. Nach einem geführten Kurzrundgang durch die Ausstellung werden die atmosphärischen Räume mit Leben gefüllt: So erwartet die BesucherInnen etwa ein Popup-Hotelschneider-Service, ein Kochabend, eine Wein- und Buch-Verkosterei, ein Picknick im Gemüsegarten, eine Kochbuch-Präsentation, Geschichten vom Gastsein, eine Spielewerkstatt, oder auch ein Abend mit Tipps und Tricks vom Barkeeper.

 

 

Im Extrazimmer: Das Popup-Hotelschneider-Service
Barbara Kremm von der Tischlerei Mohr führt durch die Ausstellung ins Extrazimmer. Inspiriert vom Hotelschneider-Service in den Grandhotels Indiens und Thailands bietet Schneidermeisterin Manuela Maaß einen Nachmittag lang ein Hotelschneider-Service für Nähaufgaben aller Art. TeilnehmerInnen bringen Kleidungsstücke mit, die zu kürzen, zu ändern, zu adaptieren sind. Das handwerklich perfekte Knopfannähen kann genauso erlernt werden wie diverse Tipps und Tricks. Kaffee und Kuchen gibt es auch.

 

Termin: Freitag, 19. Juli, 14 bis 17 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 15.-

 

Im Gastgarten: The Rolling Beans

Miriam Kathrein führt durch die Ausstellung und hinaus in den Gastgarten. Dort warten Maria und Josef Frick vom Hotel Bären in Mellau mit ihrem Coffee Cart und erzählen über Kaffeeröstungen, verschiedene Zubereitungsarten von Kaffee und ihre Passion für die Bohne. Dazu bereiten sie Kaffeespezialitäten zu, es gibt die fast schon legendären Zimtschnecken und Tipps rund um den perfekten Espresso.

 

Termin: Freitag, 2. August, 14.30 bis 17 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 15.- 

 

Draußen: Picknick im Gemüsegarten.

Werkraum-Obmann Martin Bereuter führt durch die Ausstellung in die Küche. Dort treffen wir Karin Kaufmann aus der Gewürzwerkstatt und Kochschule Frau Kaufmann, mit der wir alles für ein gutes Picknick einpacken. Es folgt ein Spaziergang in den nahegelegenen Gemüsegarten von Regreena – zum Picknick gesellt sich Gemüse direkt vom Acker.

 

Termin: Mittwoch, 28. August, 17 bis 20 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 20.-

 

In Küche und Esszimmer: Ein Topf, ein Tisch, ein Fest
Markus Faißt und Wolfgang Schmidinger führen durch die Ausstellung in die Küche.
Karin Kaufmann aus der Gewürzwerkstatt und Kochschule Frau Kaufmann kocht Eintöpfe – die Blumenbinderin Heidi Maurer setzt die Tafel in Szene, alle sind eingeladen mitzumachen. Es folgt ein Abend, um den Herbst auszukosten und sich an einer Tafel lange und gut zu unterhalten.

 

Termin: Dienstag, 10. September, 17 bis 20.00 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 25.-

 

Im Musikzimmer: Vorarlberg-Premiere von Kwestia

Bootsbauer und Musiker Simon Hofer führt durch die Ausstellung ins Musikzimmer. Alfred Vogel, hier bekannt als Macher der Bezau Beatz, spielt mit Ronny Graupe, einem der besten Jazzgitarristen Deutschlands und Geigenvirtuosin Laura Schuler in der Jazz-Formation KWESTIA. In polnisch bedeutet Kwestia Frage – und das nicht per Zufall, so das Trio: „Wir wissen nicht, wohin uns dieses Projekt führt. Wir wissen nur, dass es wundervolle Musik ist und dass wir uns bei der Aufnahme das Herz rausgespielt haben. Jetzt möchten wir Kwestia interessierten Menschen vorstellen…!“ Auch das ist Gastgeben: eine gute Frage zu stellen und Menschen einzuladen, ihr gemeinsam nachzugehen. Mit Unterstützung der Freunde des Werkraum Bregenzerwald.

 

Termin: Donnerstag, 19. September, 20.00 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebetrag Euro 20.-

 

Im Vorzimmer: Wer/wie/warum willkommen?
Wolfgang Lässer, Karlheinz Gasser und Lukas Feuerstein führen durch die Ausstellung ins Vorzimmer und in die Wirtschaft. Dort erzählen und diskutieren Daniel Mutschlechner (Gastgeber im Bildungshaus St. Arbogast), Fatih Özçelik (Kulturvermittler und Gründer der Vielfaltenarchivs), Julia Ha (Diversity Dozentin), Miriam Koller (Entwicklerin von Wayfinding-Systeme für Asylsuchende) und Silke Ritter (Projektleiterin für Asyl und Integration im Bregenzerwald) über das Gastgeben als Beruf, als menschliche Notwendigkeit, als Problemfeld, als Chance. Moderiert wird der Austausch von Christian Schützinger, Geschäftsführer von Vorarlberg Tourismus. In Kooperation mit Gastgeben auf Vorarlberger Art.

 

Termin: Donnerstag, 26. September, 19.30 Uhr

gegen Voranmeldung, Eintritt frei

 

Im Esszimmer: Die Projektschmiede zu Gast im Werkraumhaus
„The Art of Hosting Conversations that matter“ – die Kunst Gastgeber zu sein für wesentliche Gespräche – ist eine Form der Beteiligung mit der sich das Büro für Zukunftsfragen der Landesregierung Vorarlberg weit über die Grenzen des Landes hinaus einen Namen gemacht hat. Während der Gastgeben-Ausstellung ist das Büro für Zukunftsfragen mit der „Projektschmiede“ im Werkraumhaus und bietet Projekten und Vorhaben aus dem Bregenzerwald Begleitung beim Konkretisieren, Hinterfragen, Klären und Weiterentwickeln – beim Schmieden. Wir freuen uns auf Menschen, die mit einem Vorhaben teilnehmen und solchen, die sich als Mitdenker/innen einbringen. In Kooperation mit der Regionalplanungsgemeinschaft Bregenzerwald. Mehr Informationen: aoh-vorarlberg.at/projektschmiede 

 

Termin: Mittwoch, 16. Oktober, 18 bis 21.30 Uhr

gegen Voranmeldung auf www.aoh-vorarlberg.at/projektschmiede, Eintritt frei

 

Im Schlafzimmer: Die Wein- und Buch-Verkosterei

Andrea Mohr führt durch die Ausstellung ins Schlafzimmer. Dort findet eine Wein- und Buch-Verkosterei statt. Dr. Peter Natter, selbst Buchautor und Weinfreund, liest aus 3 Büchern von KollegInnen, dazu gibt es Wein – vorgestellt von Dietmar Nussbaumer vom Hotel Gasthof Krone in Hittisau. Ein Abend in Kooperation mit der Buchhandlung Brunner.

 

Termin: Mittwoch, 6. November, 19.30 bis 21.30 Uhr 

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 15.-

 

In der Lobby: Geschichten vom Gastsein.

Mitgliedsbetriebe des Werkraum führen durch die Ausstellung in die Lobby. Peter Fetz vom Hotel Gasthof Hirschen in Schwarzenberg und SchülerInnen der GASCHT servieren Longdrinks. Peter lädt die weitgereiste Reisejournalistin Kornelia Dietrich (langjähriges Mitglied der Chefredaktion von GEO SAISON und Redaktionsleiterin von GEO SPECIAL)  zum Austausch und Erzählen über aufregende, berührende, lustige und befremdliche Erlebnisse als Gast und ebensolchen Begegnungen mit GastgeberInnen rund um die Welt. Im Fokus sind dabei die Rituale und Gesten des Gastgebens: die Werkzeuge für das Willkommensein. In Kooperation mit Vorarlberg Tourismus.

 

Termin: Donnerstag, 14. November, 18 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 15.-

 

Im Spielzimmer: Werkstatt für Spiele von ganz-ganz-früher

Ferry Orschulik, pensionierter Schuldirektor und findiger Kopf, hat Spiele von „ganz früher“ wiederentdeckt und lädt einen Nachmittag lang ein, diese zu spielen und eines davon auch gleich vor Ort selbst zu basteln – Weihnachten kommt! Für Stärkung zwischendurch ist gesorgt.

Ein Nachmittag für Enkel und Großeltern oder Eltern, für Freunde, SchulkollegInnen und Gota- und Götekinder.

 

Termin: Mittwoch, 27. November, 14.30 bis 17 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 4.-, Familienbeitrag 10.-

 

Im Salon: Barkeepers Tipps & Tricks für die Festtage

Emanuel Moosbrugger vom Biohotel Schwanen Bizau mixt Weihnachtscocktails (mit und ohne Alkohol), er wird unterstützt von SchülerInnen der GASCHT.

 

Termin: Samstag, 7. Dezember, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr

gegen Voranmeldung, Teilnahmebeitrag Euro 20.-

 

Die Teilnahme an Raumerleben-Veranstaltungen ist nur gegen Voranmeldung möglich. Der Teilnahmebeitrag inkludiert den Ausstellungsrundgang, die Raumerleben Veranstaltung, sowie die Werkraum Saisonkarte für die Werkraumschau Gastgeben.

 

 

Sonstiges

Firobat! Auf ein Glas und eine Geschichte

An drei Freitagen von 17 bis 18 Uhr, schenken GastgeberInnen der Werkraum-Partnerhotels ein Glas ihres Lieblingsweins im Werkraumhaus aus und erzählen Geschichten.

 

11. Oktober: Michaela und Annemarie Simma, Hotel Adler & Hotel Rössle, Au

8. November: Wolfgang Mätzler, Schtûbat, Andelsbuch

13. Dezember: Emanuel Moosbrugger, Biohotel Schwanen, Bizau

 

Anmeldung erforderlich, Teilnahmebeitrag inklusive Wein & Geschichte Euro 5.-

 

Buchpräsentation „Frau Kaufmann kocht – Klassisch. Überraschend. Einfach.“

Wenn ein Werkraum-Mitglied ein Buch herausbringt, ist es Ehrensache dessen Präsentation im Werkraumhaus zu feiern: Küchenmeisterin Karin Kaufmanns Buch erscheint beim „at Verlag“ und zeigt die kulinarischen Lebenswelten Stall, Fluss, Garten, Vorsäss und Küche. Es regt an zur Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln – genussvoll, schmackhaft, bodenständig.

 

Termin: Donnerstag, 3. Oktober, 19 Uhr

 

Lange Nacht der Museen

Das Werkraumhaus wird zum „Hotel der jungen Kreativen“: Jugendliche rund um „Die gute Stube“ sind mit ihren Songs, Videos, Kreativarbeiten zu Gast.

 

Termin: Samstag, 5. Oktober, 18 bis 01 Uhr

 

Presseinformation ORF Lange Nacht der Museen

 

Los-Kochen.

Sei Gast oder GastgeberIn mittels Los-Kochen. Wer Lust hat, neue Leute oder Leute neu kennenzulernen, meldet sich bis 10. Oktober im Werkraumhaus oder per Email mit der ausgefüllten Anmeldung als Gast oder GastgeberIn an und wählt einen der beiden Termine für ein Abendessen aus. Wer Gast sein will, zahlt bei der Anmeldung Euro 20. Wer sich als GastgeberIn anmeldet lädt am ausgewählten Termin 5 Gäste auf ein Abendessen bei sich zuhause ein. Die 5 x Euro 20 sind als Einkaufsbudget für die GastgeberInnen gedacht. Das Los entscheidet, wer bei wem Gast ist und dann heißt es los-kochen!

 

Termin: Samstag, 19. Oktober und 23. November (AUSGEBUCHT), 19.30 Uhr, gegen Voranmeldung bis spätestens 10. Oktober

 

Für Kinder

Willkommen Herr Wurm, Frau Riese, Herr Räuber!

Kunstvermittlerin Christine Meusburger probt spielerisch das Gastgeben für ganz besondere Gäste – für Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren.

Dienstags: 16. Juli, 20. August

Freitag: 2. August 

jeweils von 10 bis 12.30 Uhr

 

KUNO-Kinder-Koch-Werkstatt

Spitzenköchin Milena Broger ist mit den Kindern zum Zutaten-Sammeln in Andelsbuch unterwegs. Diese werden zu einem Essen, das beweist, wie gut die Region schmeckt – für Kinder im Alter ab 6 Jahren.

 

Termin: Freitag, 8. November, 14 bis 17.30 Uhr

 

Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich, Teilnahmebeitrag Euro 4.-

 

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltungen zum Teil filmisch und fotografisch dokumentiert werden und diese Aufnahmen im Zusammenhang mit den jeweiligen Veranstaltungen für die Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Archivierung, analog und digital, verwendet werden können.

 

Fotos: Roswitha Schneider

 

 

Presseinformation Werkraumschau Gastgeben

Presseinformation Themenräume Werkraumschau Gastgeben

 

 

Meisterwerke/Musterzimmer. Der Werkraum im Hofmobiliendepot

SKB / Edgar Knaack

 

 

Das Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien und den Werkraum Bregenzerwald verbindet die Liebe zu alten Handwerkstraditionen und modernem Möbeldesign. In den historischen Biedermeierkojen – ursprünglich Musterzimmer für Handwerker – wurden für die Vienna Design Week 2019 Möbel, Lampen, Spielsachen und Kleidungsstücke von Werkraum-Mitgliedsbetrieben zwischen den Biedermeiermöbeln aus kaiserlichem Haushalt inszeniert.

 

 

Biedermeierkoje Sitzzimmer mit Waelderspielzeug, SKB / Dieter Nagl

 

 

Teilnehmende Mitgliedsbetriebe: Schneiderstüble Maaß, Tischlerei Geser, Tischlerei Mohr, Strolz Leuchten, Kunstschmiede Figer, Handwerkholz Anton Bereuter, Tischlerei Feurstein, Felder Metall, Tischlerei Wolfang Meusburger, Waelderspielzeug, Tischlerei Bereuter, Schmidinger Möbelbau, Tischlerei Dür Naturholzmöbel, Mohr Polster, Tischlerei Madlener, Holzwerkstatt Markus Faißt

 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Dezember 2019 im Hofmobiliendepot zu sehen – mehr Informationen zur Ausstellung sind hier zu finden.

 

 

 

Öffentliche Führungen Werkraumdepot

 

Werkraum Depot 5 © Roswitha Schneider

Fotos: Roswitha Schneider

 

Werkraumdepot

Studiensammlung zeitgenössisches Handwerk

und Design im Bregenzerwald

 

Führungen
Jeden ersten Samstag im Monat  11-12 Uhr, Anmeldung bis 12 Uhr am Vortag (Freitagmittag) erforderlich
Eintritt und Führung € 12,- / ermäßigt € 9,- für SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen
Gratis für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

Sonderführungen Werkraumdepot auf Anfrage buchbar

 

Führungstermine 2019

5. Jänner 2019

2. Februar 2019

2. März 2019

6. April 2019

4. Mai 2019

1. Juni 2019

6. Juli 2019

3. August 2019

7. September 2019

5. Oktober 2019

2. November 2019

7. Dezember 2019

 

 

Als permanente Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das im Untergeschoss eingerichtete Werkraumdepot Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.

Namensgebend war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden im werkraum depot in Schwarzenberg – einem wichtigen Vorläufer des Zumthor-Baus in Andelsbuch als Ausstellungs- und Vermittlungsort –  auch Ankäufe des vorarlberg museum gezeigt. Die jetzige Neuaufstellung wurde mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald ermöglicht und kann als Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald jeden ersten Samstag im Monat bzw. auf Anfrage besichtigt werden.

 

Auslöser für die Neuaufstellung war die im Sommer 2017 gezeigte Ausstellung Archiv der Formen. Handwerk und Design im Bregenzerwald (1.7.—7.10.2017). Die Überblicksschau mit mehr als 200 Exponaten aus bisher 632 Einreichungen zu Handwerk+Form gab einen Gesamteindruck von den Entwicklungen und dem Gestaltungsreichtum des Bregenzerwälder Handwerks seit der Erstausgabe des Gestaltungswettbewerbs 1991. Die Ausstellung in seiner dichten Präsentation von Möbeln und Gegenständen in raumhohen Regalen fand bei den BesucherInnen aus dem In- und Ausland großen Anklang. Viele der Ausstellungsstücke waren Leihgaben aus der Sammlung des vorarlberg museum, die teilweise bereits im Untergeschoss des Werkraumhauses eingelagert waren. Die Überlegung lag also nahe, diese sonst unsichtbare „Schatzkammer“ für das interessierte Publikum in einer permanenten Präsentation – zumindest zu bestimmten Zeiten – zugänglich zu machen.

 

Werkraum Depot 3 © Roswitha Schneider klein

 

Schatzkammer und Lernort

Das neueingerichtete Werkraumdepot erstreckt sich auf knapp 200m2 im Untergeschoss des Werkraumhauses und zeigt rund 80 Objekte aus der Sammlung des vorarlberg museums, sowie zusätzlich einige wenige Leihgaben direkt aus den Werkstätten der Handwerksbetriebe. Die Sammlungsstücke stammen großteils aus dem Ankauf von Exponaten der Ausstellung möbel für alle, sowie aus Ankäufen von Preisträger-Projekten aus dem Wettbewerb Handwerk + Form von 1991 bis in die Gegenwart. Die daraus zusammengestellte Studiensammlung ergibt somit einen sehr guten Einblick in das Werken und Wirken der regionalen Handwerksbetriebe und zeigt das Niveau und die Qualität ihrer Erzeugnisse mit höchstem, gestalterischem Anspruch.

 

Das bewährte Team aus Robert Rüf (Robert Rüf Industrial Design, Wien) und Christof Nardin (Büronardin, Wien), die auch für das Design der Sommerausstellung verantwortlich waren, übernahm dezent gestalterische Zitate aus Archiv der Formen. Vorgabe an die beiden gebürtigen Alberschwender war zudem, das bestehende Lagerregal aus sägerauem und grau gestrichenem Holz, wiederzuverwenden, um den Umbau, der zum großen Teil durch die Freunde des Werkraum Bregenzerwald finanziert werden konnte, ökonomisch und ökologisch im Rahmen zu halten. Zudem ist das Regal eine Reminiszenz an das Schwarzenberger Depot, wo es bereits im Einsatz war.

 

Die Aufstellung der Objekte erfolgt nach keinem expliziten Prinzip, sondern orientiert sich nach dem Platzangebot – es ermöglicht Objekte oder Gruppen (Regale, Tische, Stühle, Hocker, etc.) bei Bedarf umzustellen oder zu verdichten. Die Studiensammlung ist in ihrem Umfang nicht abgeschlossen und soll auch weiteren Ankäufen Platz bieten. Die mit Klettbändern angebrachten und leicht positionierbaren Objektbeschriftungen sind auf das Notwendigste reduziert, da die Vermittlung, teilweise mit Demonstration der Funktionsweise der Objekte, im Rahmen von Führungen erfolgt. Zum Schutz der musealen Sammlungsobjekte werden dabei von Guide und BesucherInnen Handschuhe getragen. Ein einführendes Videointerview, entstanden zu Archiv der Formen, mit den „Gründervätern“ von Handwerk+Form, darunter Mitglieder des Handwerkervereins Andelsbuch und der Grafiker Harry Metzler, geben Einblick in die Ausgangslage vor der Etablierung des Designwettbewerbs und der Gründung des Werkraum Bregenzerwald. Der Wettbewerb und die Kollektion möbel für alle, aus denen die Exponate hervorgehen, bilden den Rahmen der einzelnen Objekterzählungen.

 

Handwerk + Form

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Handwerkervereins Andelsbuch wurde 1991 erstmals ein Gestaltungswettbewerb mit dem Titel Handwerk + Form ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war es, durch das Zusammenwirken auf gleicher Augenhöhe von regionalen HandwerkerInnen und GestalterInnen aus dem In- und Ausland technisch und formal ausgereifte Produkte zu entwickeln. Einreichen durften jedoch lediglich Handwerks- und Gewerbebetriebe aus dem Bregenzerwald. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wurden von einer Fachjury nach festgelegten Kriterien beurteilt und in einem speziellen Ausstellungsrundgang durch Werkstätten und landwirtschaftliche Nutzgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit dem Jahr 2000 wird der Wettbewerb in einem Triennale-Rhythmus vom Werkraum Bregenzerwald organisiert – 2018 fand der Wettbewerb zum achten Mal statt.

 

Mehr Informationen zum Wettbewerb: handwerkundform.com

 

Möbel für alle

Vorarlberg wird für seine zeitgenössische Baukultur international beachtet. Für diesen Zugang in der Architektur bedarf es innovationswilliger Handwerksbetriebe, die kreative und kompetente Ansprechpartner für die Architekturschaffenden sind. Neben den althergebrachten Aufgaben des (Innenaus-)Baus wird die Auseinandersetzung mit dem Objekt und Mobiliar, die diese Räume erfordern, immer bedeutender. Für den Wiener Ringturm kuratierten die Architekten Roland Gnaiger und Adolph Stiller die Ausstellung möbel für alle. designinitiative werkraum bregenzerwald (17.4.—18.6.2002). Rund vierzig alltagstaugliche, funktionale und ästhetisch außergewöhnliche Objekte von Werkraum-Handwerksbetrieben zeigten die Standards des modernen Möbelbaus im Bregenzerwald – darunter auch viele Objekte, die für den Wettbewerb Handwerk + Form entstanden waren. Die Ausstellung und der Katalog machten damals erstmals zeitgenössische Bregenzerwälder Alltags- und Wohnkultur auf höchstem handwerklichem Niveau einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

 

Das Werkraumdepot ist somit ein wichtiger Ort der Vermittlung – nicht nur der handwerklichen und gestalterischen Qualitäten und Fertigkeiten in der Region – sondern auch der jungen, von Veränderung erzählenden Geschichte des Werkraum Bregenzerwald. Es ergänzt und vertieft das sonstige Angebot im Werkraumhaus, wie Sonderausstellungen und Werkraumschauen. Für die Werkraumschule ist die Studiensammlung und das Depot ein zentraler Lernort zu Handwerk und Design, der die Kreativität der Schülerinnen und Schüler am Beispiel herausragender Sammlungsobjekte anregen und fördern soll. Neben der digitalen und überall zugänglichen Sammlung www.archivderformen.at bietet das Werkraumdepot die Auseinandersetzung und Vertiefung mit dem physischen Objekt.

 

Im Rahmen des stattgefundenen Wettbewerbs Handwerk + Form und des Ausstellungsrundgangs im Herbst (13./14./18./19./20./21. Oktober 2018) war das Werkraumdepot Ausgangspunkt für das Vermittlungs- und Führungsprogramm.

 

 

Depot ©Roswitha Schneider

 

Das Werkraumdepot in Schwarzenberg war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden auch Ankäufe des vorarlberg museum präsentiert. Als neueingerichtete Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das Werkraumdepot ab jetzt Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.

 

Die Neuaufstellung des Werkraumdepot wurde ermöglicht mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald und kann als regelmäßiges Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald bzw. auf Anfrage besichtigt werden: info@werkraum.at

 

 

Werkraumdepot Pressemitteilung

Werkraumdepot Press Release

 

 

 

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Werkraum Wirtschaft: Neue Pächter gesucht

 

Foto: Roswitha Schneider

 

Mehr Werkraum.
Mehr Wirtschaft.

 

Eine Ausschreibung der etwas anderen Art: Wir möchten unsere Gastronomie neu ausrichten. Unsere Leitmotive sollen auch hier sicht- und spürbar werden. Dazu sind kreative Köpfe gesucht, die ab 2020 die Werkraum Wirtschaft übernehmen möchten. Eine Info-Veranstaltung dazu fand am 24. Juni 2019 im Werkraumhaus in Andelsbuch statt. 

 

Hintergrund ist der auslaufende Vertrag mit den bisherigen Pächtern S-Line Gastronomie sowie die neue Werkraum-Geschäftsleitung unter Miriam Kathrein. Andrea und Wolfgang Saaler samt Team haben gezeigt, wie erfolgreich ein gemeinsamer Mittagstisch im Werkraumhaus funktionieren kann. Doch wir möchten das gesamte Potenzial ausschöpfen. Die Wirtschaft muss ein Teil unseres Programmes werden. So möchten wir verstärkt Lebensmittelhandwerk, regionale Produkte und Genuss vereint darstellen und damit bestehende sowie neue Mitgliedsbetriebe ansprechen und einbinden.

 

Am 24. Juni konnten sich Interessierte vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten der Werkraum Wirtschaft verschaffen: Werkraumhaus Besichtigung samt Datenblatt aller Fakten, Besichtigung, Kennenlernen des Werkraum-Teams, Vorstellung einiger Mitgliedsbetriebe und ein ungezwungener kreativer Austausch.

 

Ob Gastronom, Neueinsteiger, ein Kollektiv von kreativen Einzelkämpfern – alles ist erlaubt, jeder soll (s)einen Zugang zur Werkraum-Gastronomie finden. Tages-Bistro? Frühstücks-Spot? Produkt-Shop? Koch-Kurse und andere Events? Über 200 m² warten darauf, bespielt zu werden. Wir stehen grundsätzlich allen Ideen offen gegenüber!

 

Wir haben

  • ein stilvoll-eindrucksvolles Raumkonzept, das regelmäßig durch Ausstellungen und Anlässe neu gestaltet wird
  • eine großzügige Infrastruktur vom (Park-)Platz bis zum Kellerlager
  • ein mehr als faires Pachtverhältnis
  • regelmäßige Ausstellungen, Präsentationen, Treffen und andere Anlässe, die für regen Besuch und Auslastung sorgen, aber auch Gelegenheit für neue Veranstaltungs- und Bewirtungskonzepte bieten
  • einen Ruf und eine Anziehungskraft, die weit über die Grenzen hinausgehen
  • rund 100 Mitgliedsbetriebe vom Tischler bis zur Brauerei, die für Kooperationszwecke zur Verfügung stehen
  • vielseitigen Support durch ein kreatives Team im Hintergrund
  • unseren Sitz im Bregenzerwald. Das sagt ja wohl alles.

Wir möchten

  • dass Gastlichkeit und Handwerkskultur zu einer harmonischen Einheit im Werkraumhaus werden, damit Besucher somit umfassend umsorgt und informiert werden
  • dass Werkraum-Mitgliedsbetriebe auch in unserer Gastronomie eine Rolle spielen
  • weiterhin einen beliebten gemeinsamen Mittagstisch, an dem jedes Publikum seinen Platz findet
  • dass regionale Kooperationen entstehen und gepflegt werden
  • einen Pächter, der zu den genannten Punkten ein zeitgemäßes, passendes Konzept entwickelt – gerne auch in Zusammenarbeit mit uns
  • einen progressiven Unternehmer, der das gesamte Potenzial des Werkraum Bregenzerwald und der Region erkennt und nutzt

 

Werkraum sucht Wirtschaft.

Zeitpunkt Übernahme: 1. Jänner 2020

Größe bisher: 150 m² (ca. 60-70 Sitzplätze) innen, ca. 30 Sitzplätze draußen, Lager, Umkleide etc. im Kellergeschoss ca. 77 m², Küche ca. 15 m²

Bisherige Öffnungszeiten: Di-Sa 10-18 Uhr, Musik bis 20 Uhr, max. 10 Abendveranstaltungen mit Öffentlichkeit

 

Einreichung eines gastronomisches Gesamtkonzepts sowie Interessensbekundungen für eine Übernahme und für Partnerschaften mit einzelnen Betrieben im Lebensmittelhandwerk an info@werkraum.at oder postalisch an Werkraum Bregenzerwald, Hof 800, 6866 Andelsbuch.

 

Inventar Werkraum Wirtschaft

Factsheet Werkraum Wirtschaft

 

 

 

Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen kreativen Austausch!

Das Werkraum-Team.