Veranstaltungen

Dialogwerkstatt: Felder kooperativen Handelns

 

Foto: Roswitha Schneider

 

Veranstaltungsreihe
17. November 2018 bis 11. Juni 2019

 

Mit der „DIALOGWERKSTATT: Felder kooperativen Handelns“ bietet der Werkraum Bregenzerwald ein öffentliches Gesprächsforum zu aktuellen Handlungsfeldern der Handwerkskooperative. Die DIALOGWERKSTATT ermöglicht die bisherige, als auch die weitere Entwicklung des Vereins im Kontext mit der Region und in einer allgemeinen, nachhaltigen Entwicklung von Handwerk und Gesellschaft zu diskutieren.

 

Gleichzeitig ist die DIALOGWERKSTATT eine „Nabelschau“ nach 20 Jahren Werkraum Bregenzerwald, in der das eigene gemeinschaftliche Handeln der mittlerweile über 90 Mitgliedsbetriebe selbstkritisch reflektiert werden soll. Auf der Basis von Begegnungen und Partizipation eruiert die DIALOGWERKSTATT, welchen Nutzen das gemeinschaftliche Handeln der Mitglieder in der Vergangenheit für die einzelnen Betriebe und das Umfeld hatte, gegenwärtig hat und welche Wirkkraft es zukünftig in diesem besonderen Soziotop des Handwerks entfalten soll. Der Werkraum Bregenzerwald hat nicht nur eine „Erfolgsgeschichte“ vorzuweisen, sondern stellt sich vorwärtsgewandt den Herausforderungen einer sich ständig verändernden Arbeits- und Lebenswelt. Handwerk als immaterielles Kulturerbe und wirtschaftlichen Faktor zukunftsfähig zu gestalten ist Teil des Gründungsauftrag.

 

So stellen Kooperationen wie der Werkraum Bregenzerwald – gerade in einer Zeit, die global von gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen geprägt ist – eine Existenzsicherung der regionalen (Handwerks-)Betriebe mit überregionaler Präsenz dar. Daher ist es der Anspruch des Vereins, seine mit der Gründung 1999 gesteckten Ziele durch die DIALOGWERKSTATT auf das Neue zu hinterfragen, nicht zuletzt um weiterhin zeitgenössisch und zukunftsorientiert, das Handwerk weiterentwickelnd sowie in einem unternehmerischen Miteinander ökonomisch nachhaltig zu arbeiten: Gestaltung, Ausbildung und Markt sind dabei wichtige Handlungsfelder für den dialogischen Rück- und Ausblick. 

 

In diesem offenen Prozess soll auch geklärt werden, wo sich die Mitgliedsbetriebe an der Schnittstelle zwischen Handwerk, Bauhandwerk, Kunsthandwerk, Manufaktur und Verleger selbst verortet sehen, was dies für die Handlungsfelder Gestaltung, Ausbildung und Markt bedeutet und wie dies künftig nach innen und außen gestaltet und vermittelt werden soll.

 

Da die Perspektive des „Drinnen und Draußen“-Seins im Werkraum als auch im Bregenzerwald schon immer eine wichtige Komponente der Gemeinschaft vor Ort gewesen ist, soll auch thematisiert werden, welche Potentiale und Impulse das kooperative Handeln über die Talgrenzen hinaus für den Einzelnen als auch die Handwerkerschaft im Allgemeinen unabhängig von der Disziplin bietet.

 

Die in Modulen aufgebaute DIALOGWERKSTATT wird im Werkraumhaus mit Ausstellungen, Präsentationen und Interventionen vergangener und aktueller Kooperationsprojekte begleitet, um so die Besonderheiten und Gemeinsamkeiten des „kooperativen Handelns“ anhand von Objekten, Fotografien, Filmen und Texten vorzustellen und somit einen Rahmen für die selbstkritische Reflexion zu bieten.

 

Der Diskussions- und Präsentationszyklus gliedert sich in die folgenden vier Module:

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Gestaltung

17. November 2018 – 12. Jänner 2019

 

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Ausbildung

26. Jänner – 16. März 2019

 

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Markt

23. März – 27. April 2019

 

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Zukunft

4. Mai – 11. Juni 2019

 

Jedes Modul zeichnet sich wiederum durch öffentliche und nicht-öffentliche Gesprächsrunden aus, zu denen namhafte ExpertInnen aus verschiedenen Bereichen eingeladen werden. Die einzelnen Module bzw. Gespräche sollen nicht für sich stehen, sondern miteinander korrespondieren, um somit wertvolle Verknüpfungen als auch relevante Zukunftsfragen für den Werkraum Bregenzerwald sicht- und erfahrbar werden zu lassen. Ein Höhepunkt wird dabei das international ausgerichtete Symposium „Felder kooperativen Handelns. Wirtschaften als ästhetisches Programm“ (7./8./9. Juni 2019) sein, das in Kooperation mit dem Kulturforum Bregenzerwald die Leitthemen des Werkraum Bregenzerwald den Ideen des Schriftstellers, Sozialreformers und Bauern Franz Michael Felder (1839-1869) aus Schoppernau gegenüberstellt.

 

 

 

Foto: Roswitha Schneider, Dialog#01

 

 

PROGRAMM

Modul 1

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Gestaltung

17. November 2018 – 12. Jänner 2019

 

Diskussion (öffentlich)

DIALOG#01: Handwerk und Design – Eine Partnerschaft oder doch Paradoxon?

8. Jänner 2019, 19 Uhr

Der Werkraum Bregenzerwald ging u.a. aus dem Bedürfnis hervor, die gestalterische Qualität handwerklicher Erzeugnisse zu verbessern und zu heben. Da im heutigen Designdiskurs die Disziplinen Handwerk und Design häufig als unvereinbare Gegensätze vermittelt werden, soll in dieser DIALOGWERKSTATT im Austausch mit Gästen und Publikum nach dem eigenen Selbstverständnis gefragt werden bzw. wie und wo die Betriebe ihr Schaffen zwischen Handwerk und Design verortet sehen und was dies für die Außenwirkung bedeutet.

 

Podiumsgäste

Dr. Claudia Banz, Kulturhistorikerin und Kuratorin Design am Kunstgewerbemuseum Berlin. Sie verantwortete zahlreiche Ausstellungen, Messen und Vermittlungsformate an der Schnittstelle Design, Handwerk und Kunst. Aktuell ist ihre Ausstellung „Food Revolution 5.0“ im Gewerbemuseum Winterthur zu sehen.

 

Georg Bechter, Unternehmer, Architekt und Lichtgestalter, Mitglied Werkraum Bregenzerwald. Der ausgebildete Tischler hat mit seinen innovativen Architektur- und Produktentwürfen zahlreiche internationale Designpreise gewonnen, u.a. den Österreichischen Staatspreis Design. Seine Lichtprodukte entstehen in eigener Manufaktur im Bregenzerwald. 

 

Jörg Boner, Schweizer Designer, mehrfach national und international ausgezeichnet. Der ausgebildete Schreiner und Innenausbauzeichner, studierte Produktdesign und Innenarchitektur in Basel, bevor er sein eigenes Studio in Zürich eröffnete. Er arbeitet mit Möbel- und Produktherstellern in ganz Europa und unterrichtete u.a. zudem an der renommierten Designschule ECAL in Lausanne. Seit 2018 ist er Präsident der Eidgenössischen Designkommission.

 

Dr. Verena Konrad, Kunsthistorikerin, Autorin und Direktorin des Vorarlberger Architektur Institut (vai) in Dornbirn. Sie ist eine kritische Beobachterin und profunde Vermittlerin der Vorarlberger Baukultur, sowie den Schnittstellen von Handwerk und Architektur. Sie war Kuratorin des Österreich-Beitrags auf der Architektur-Biennale Venedig 2018.

 

Diskussion (geladen für Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald)

DIALOG#02: Wieviel Gestaltung braucht das Handwerk?

29. Jänner 2019, 19 Uhr

Ausgehend von der Frage, ob es über den aktuellen Trend zum Handwerken hinaus möglich ist, handwerkliche Dinge mit Designqualität von nachhaltigem Wert zu schaffen, sollen in dieser DIALOGWERKSTATT auch Projekte des Werkraum Bregenzerwald, wie der Wettbewerb Handwerk + Form, Kooperationen mit Designschulen, wie dem Royal College of Art in London oder der New Design University in St. Pölten reflektiert werden, um zu hinterfragen, wie nachhaltig sie zu Neuem beitragen.

 

In einem Workshop-Setting in der neu eingerichteten Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald im Werkraumhaus wurden bisherige Aktivitäten reflektiert und daraus sollen Maßnahmen und Strategien für die Zukunft erarbeitet werden. Es moderierten abwechselnd Thomas Geisler, Nicole Hohmann und Alois Metzler (mprove).

 

Begleitende Ausstellung(en)/Präsentation(en) im Werkraumhaus

Raum 1: Preisträger Handwerk + Form 2018

Raum 2: Designing Craft – Crafting Design, Kooperation mit Studierenden des Royal College of Art in London

 

Modul 2

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Ausbildung

26. Jänner 2019 – 16. März 2019

 

Diskussion (öffentlich)

DIALOG#3: Welche Aus- und Weiterbildung braucht das Handwerk heute?

19. Februar 2019, 19 Uhr

Das Bauhaus, welches in der Kunst, Architektur und im Design neue Maßstäbe gesetzt hat, feiert sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. In seiner Lehre stand die Ausbildung bildnerisch begabter Menschen und die schöpferische Gestaltung im Handwerk, in der Industrie und der Architektur im Vordergrund. Es soll diskutiert werden, was der vergleichsweise noch junge Verein Werkraum Bregenzerwald vom Bauhaus lernen kann, was sich seitdem verändert hat und ob es heute anderer Bildungskonzepte bedarf.

 

Podiumsgäste

Klaus Metzler, Studium der Architektur in Zürich, Graz und Frankfurt/Main. Seit dem Architekturdiplom 1995 ist er als selbständiger Architekt tätig. Den Werkraum Bregenzerwald begleitet er seit der Gründung mit Ideen, Konzepten und Gestaltungen und ist dort auch Mitglied im Kernteam zur Konzeptionierung und Begleitung der Werkraumschule Bregenzerwald.

 

Kuno Prey, nach dem Kunst- und Designstudium begann er die Zusammenarbeit mit der Industrie. 1994 wird er als Professor für Produktdesign an die Bauhaus-Universität Weimar berufen. An der Freien Universität Bozen bekommt er die herausfordernde Aufgabe, eine Fakultät für Design und Künste zu gründen und wird zu deren Dekan ernannt. Seit Oktober 2010 ist Prey wieder als Professor für Produktdesign in der Lehre und Forschung in Bozen tätig.

 

Agatha Zobrist, nach einer Ausbildung an der Hochschule für Gestaltung Zürich ist sie als Werklehrerin und Dozentin tätig. Am Haus der Farbe leitet sie den Bildungsbereich. Unter dem Namen Zobrist/Waeckerlin macht sie seit 1992 zusammen mit Theres Waeckerlin Kunst im öffentlichen Raum. Das Sichtbarmachen von Strukturen, Funktionen, Formen und Geschichte im Raum ist eine der konzeptuellen Grundlagen der Arbeiten von Zobrist/Waeckerlin.

 

Franck Zians, „Wachs & Wachs & Zians Friseure“ in Frankfurt wurde 1993 von Cajus und Cyrus Wachs gegründet. 1996 kam Franck Zians als weiterer Geschäftspartner hinzu. Alle drei verbindet neben ihrer langjährigen Berufserfahrung – u.a. als Manager und Creative Director bei Vidal Sassoon – die fachliche Kompetenz und die geteilte Leidenschaft für ihre Profession.

 

Diskussion (geladen für Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald)

DIALOG#4: Was kommt nach der Werkraumschule?

12. März 2019, 19 Uhr

Mit Perspektive auf den Nachwuchs von Fachkräften, soll in dieser DIALOGWERKSTATT über Kooperationsprojekte zwischen Handwerksbetrieben und Bildungseinrichtungen am Beispiel der Werkraumschule und anderer Initiativen im Bregenzerwald gesprochen werden: Wie geht es weiter oder was braucht es? Ziel ist es Kooperationsprozesse besser zu gestalten, als auch Erwartungshaltungen und gewünschte Kooperationen ausfindig zu machen.

 

Begleitende Ausstellung(en)/Präsentation(en) im Werkraumhaus

Raum 1: Neues Handwerk – Neues Wirtschaften, eine Kooperation mit der New Design University St. Pölten (NDU)

Raum 2: Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald

 

Modul 3

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Markt

23. März – 27. April 2019

 

Diskussion (öffentlich)

DIALOG#5: Wie kommt Handwerk in den Vertrieb?

26. März 2019, 19 Uhr

Obwohl das Handwerk im Bregenzerwald über Grenzen hinweg bekannt ist, die Werkraum-Betriebe im In- und Ausland gefragt sind und nachhaltige Beziehungen zu ihren KundInnen pflegen, soll mit dieser DIALOGWERSTATT ein Blick auf den Markt von Morgen geworfen werden: Wie findet das Handwerk in einer sich rasch verändernden globalisierten Welt zukünftig seinen Weg zu den EndkundInnen und welche Alternativkonzepte gibt es bisher?

 

Podiumsgäste

Carsten Buck, gelernter Grafikdesigner und Marketingexperte. Nach 12 Jahren in führenden Werbe- und Designagenturen gründete er 1995 seine eigene Agentur „Mutter“. Der Fokus der Agentur liegt in der Entwicklung eigenständiger, starker Marken, die eine emotionale Verbindung zum Konsumenten aufbauen können. Nach einer Reihe internationaler Projekte zum Thema Nachhaltigkeit beschäftigt sich Carsten Buck seit 2007 intensiv mit dem von Prof. Dr. Michael Braungart entwickelten „Cradle-to-Cradle-Konzept“ (C2C). Er ist einer von vier deutschen, zertifizierten C2C-Design Consultants.

 

Stephan Dornhofer, seit 1984 Geschäftsführer der „MAGAZIN“ Versandhandelsgesellschaft mit dem Haupttätigkeitsfeld Sortiment, Marke, Produktentwicklung. In dieser Funktion ist er intensiv mit der eigenen Produktreihe „M-Produkt“, einer Serie von Produkten, die nach Entwürfen von Produktdesignern in holz- und metallverarbeitenden Handwerksbetrieben produziert wird, befasst.

 

Therese Fiegl und Hansjörg Haag, vor 20 Jahren begann Hansjörg Haag mit der Produktion von handgemachten Pralinen und auf Initiative von Therese Fiegl (Initiatorin der Projekte Bauernkiste, Tiroler Edle, Tiroler Reine) Ende 2001 mit der Herstellung von Schokoladen. In mittlerweile 16 Jahren hat sich die handgemachte Schokolade „Tiroler Edle“ aus Milch und Rahm des Tiroler Grauviehs zu einem überregional gefragten, hochqualitativen Produkt entwickelt.

 

Anna Claudia Strolz, gründete 2012 ihre Leuchtenmanufaktur in Schwarzenberg. Markenzeichen der handgefertigten Leuchten sind Lampenschirme aus edlen Stoffen, Leder, Pergament oder Holz. Strolz Leuchten ist Mitglied des Werkraum Bregenzerwald und betreibt seit 2014 ein Geschäft mit Schauwerkstatt in Bregenz. Ursprünglich stammt Anna Claudia Strolz aus einer Bregenzerwälder Handwerkerfamilie. Durch das Elektrogeschäft ihrer Eltern ist sie mit Leuchten aufgewachsen. Die Handwerkerin und Designerin ist auch Geschäftsführerin des Angelika Kauffmann Vereins.

 

Diskussion (geladen für Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald)

DIALOG#6: Braucht das Handwerk ein Schaufenster und wenn ja, welches?

16. April 2019, 19 Uhr

Das vom Schweizer Architekten Peter Zumthor geplante Werkraumhaus ist sichtbares Zeichen des „neuen Handwerks“ im Bregenzerwald und gilt als sein Schaufenster. In dieser Gesprächsrunde sollen mit Augenmerk auf das eigene Handeln im Bereich der Vermarktung Erwartungshaltungen abgefragt und diskutiert werden. Auch soll eruiert werden, wie der Werkraum Bregenzerwald operativ seine Handwerksbetriebe besser und vor allem beim Bestreiten neuer Wege unterstützen kann. 

 

Begleitende Ausstellung(en)/Präsentation(en) im Werkraumhaus

Raum 1: Sonderausstellung HAND WERK ZEUG

Raum 2: Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald

 

Modul 4

DIALOGWERKSTATT: Handwerk und Zukunft

4. Mai – 11. Juni 2019

 

Diskussion (öffentlich)

SYMPOSIUM: Felder kooperativen Handelns. Wirtschaften als ästhetisches Programm

7./8./9. Juni 2019

Ein interdisziplinäres Symposium über das Handwerk des gemeinschaftlichen Wirtschaftens als sozial-ökologische Gestaltungspraxis aus den Perspektiven von Handwerk, Agrikultur, Bildung, Politik und Wirtschaft im Kontext der kollektiv-ethischen Frage „Wie können wir in einer vielfach bedrohten Welt ein gutes Leben führen?“. Ein gutes Leben, das auf ein kooperatives Miteinander setzt und bei der eigenen Entwicklung die Interessen des globalen Südens mitdenkt. Daher sollen innerhalb des Symposiums ausgehend von den Ideen des Schriftstellers, Sozialreformers und Bauern Franz Michael Felder und des Werkraum Bregenzerwald nicht nur regionale, sondern auch globale Beispiele einer nachhaltigen Entwicklung in den Fokus gerückt werden.

 

In Kooperation mit dem Kulturforum Bregenzerwald und dem Franz-Michael-Felder-Verein

 

Diskussion (öffentlich)

DIALOG#7: Wo liegt die Zukunft im Handwerk?

11. Juni 2019, 19 Uhr

In dieser DIALOGWERKSTATT werden mit den Gästen und dem Publikum die Handlungsfelder der Zukunft im Handwerk eruiert. Globale und lokale Herausforderungen aber auch Möglichkeiten und Chancen sollen diskutiert werden. Die Ergebnisse der vorangegangenen Module Gestaltung, Ausbildung und Markt sind dabei dienlich, für den Werkraum Bregenzerwald mögliche Weichenstellungen in Angriff zu nehmen.

 

Diskussion (geladen für Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald)

DIALOG#8: Der Werkraum Bregenzerwald ein Pionier auf Dauer?

25. Juni 2019, 19 Uhr

Die zugleich letzte Veranstaltung resümiert die DIALOGWERKSTATT vorläufig. Die Ergebnisse des Austauschs werden gesammelt und als Auftrag und Handlungsanleitungen für die weitere Arbeit zusammengefasst: Wer sind wir? Wohin wollen wir? Entlang dieser Leitfragen wird die Lebendigkeit und Zukunftsfähigkeit des Vereins und seiner Aktivitäten diskutiert.

 

Begleitende Ausstellung(en)/Präsentation(en) im Werkraumhaus

Raum 1: Sonderausstellung HAND WERK ZEUG

Raum 2: Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald – mit Intervention durch einen Workshop, geleitet von der Designerin Rianne Makkink (NL) als Teil des Creative Europe-Projekts „Made In“

 

 

Die DIALOGWERKSTATT wurde vom scheidenden Leiter des Werkraum Bregenzerwald Thomas Geisler in Zusammenarbeit mit Nicole Hohmann kuratiert und wird in abwechselnd besetzter Moderation stattfinden. Die freie Kulturgestalterin und Käserin lebt und arbeitet in der handwerklichen Demeter-Milchverarbeitung im Zürcher Berggebiet; sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Frankfurt/ Main und Innsbruck. Seit 2010 beschäftigt sie sich mit dem Thema Ästhetik und Zukunftsfähigkeit in den Bereichen Bildung, Kultur und Politik. Zudem setzt sie sich für einen erweiterten Designbegriff ein, der Design als Gestaltung von Gesellschaft versteht. Am Museum Angewandte Kunst Frankfurt kuratiert sie die Gesprächsreihe „Blickwechsel – Zukunft gestalten“.

 

 

Programm DIALOGWERKSTATT: Felder kooperativen Handelns

Presseinformation DIALOGWERKSTATT: Felder kooperativen Handelns

 

Der Werkraum Bregenzerwald wurde 1999 gegründet und hält mit der DIALOGWERKSTATT Rückschau und Ausblick anlässlich seines 20-jährigen Bestehens. Begleitend zu den thematisierten Handlungsfeldern der DIALOGWERKSTATT, zeigt das Werkraumhaus Ausstellungen und Präsentationen vergangener und aktueller Kooperationsprojekte. Alle Dialoge finden im Werkraumhaus statt. Die DIALOGWERKSTATT wird vom Verein der Freunde des Werkraum Bregenzerwald unterstützt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltungen im Rahmen der DIALOGWERKSTATT vertont und fotografisch dokumentiert werden und diese Aufnahmen im Zusammenhang mit der Veranstaltung für die Öffentlichkeitsarbeit und Archivierung, analog und digital, verwendet werden können.

 

Symposium: Felder kooperativen Handelns

 

SYMPOSIUM
Felder kooperativen Handelns Wirtschaften als ästhetisches Programm

Eine Veranstaltung im Rahmen der

DIALOGWERKSTATT: Felder kooperativen Handelns

7. bis 9. Juni 2019, Werkraumhaus

Eine Kooperation von Kulturforum Bregenzerwald und Werkraum Bregenzerwald

Anmeldeformular Symposium

Programmfolder Symposium

 

Das interdisziplinäre Symposium geht aus den Perspektiven von Handwerk, Agrikultur, Bildung, Politik und Wirtschaft der kollektiv-ethischen Frage nach: Wie können wir in einer vielfach bedrohten Welt ein „Gutes Leben“ führen? Ein gutes Leben, das auf ein kooperatives Miteinander setzt und bei der eigenen Entwicklung die Interessen des globalen Südens mitdenkt. Daher nimmt das Symposium, ausgehend von den Ideen des Bregenzerwälder Sozialreformers Franz Michael Felder (1839 – 1869) und des Werkraum Bregenzerwald nicht nur regionale, sondern auch globale Beispiele einer nachhaltigen, gesellschaftlichen Entwicklung in den Fokus. Mit den Gästen und dem Publikum wird „das Handwerk des gemeinschaftlichen Wirtschaftens“ als sozial-ökologische Gestaltungspraxis diskutiert.

 

Gleich zwei bedeutende Ereignisse stehen in diesem Jahr im Bregenzerwald an: Es ist das 180. Geburtstag und 150. Todestag des renommierten „Dichters und Rebellen“ Franz Michael Felder, der in Schoppernau als Bauer aufwuchs und lebte. Zudem feiert der Werkraum Bregenzerwald sein 20-jähriges Bestehen. Daher bietet das „Felder-Jahr“ und das Werkraum-Jubiläum die Gelegenheit, zu hinterfragen, ob Felders Ideen und die Ansätze des Werkraum Bregenzerwald einen idealen Anknüpfungspunkt für einen Diskurs über das gute Leben „heanna und dussa“ (drinnen und draußen) darstellen.

 

Veranstalter

Werkraum Bregenzerwald und Kulturforum Bregenzerwald

Konzept und Moderation

Nicole Hohmann, Thomas Geisler, Kurt Bereuter

Kooperationspartner

Verein der Freunde des Werkraum Bregenzerwald, Franz-Michael-Felder-Verein, CIPRA International

 

PROGRAMM 

Freitag, 7. Juni

18.00 Uhr

Anreise und Akkreditierung

 

19.00 Uhr

Begrüßung und Einführung

Thomas Geisler, Leiter Werkraum Bregenzerwald

Kurt Bereuter, Vorstand Kulturforum Bregenzerwald

Nicole Hohmann, Kulturgestalterin und Käserin

Eröffnung

Karlheinz Rüdisser, Landesstatthalter

 

19.30 Uhr

Szenische Darstellung

Franz Michael Felder und die Idee der Genossenschaft zur Selbsthilfe der Bauern gegen den Käsegrafen.

Mit Schülern der Werkraumschule Bregenzerwald unter der Leitung von Josef Anton Meusburger vom Theaterverein Bizau.

 

20.00 Uhr

Vortrag

Von der Kraft der Commons – Wie können wir in Verschiedenheit respektvoll miteinander auskommen?

Silke Helfrich, Sozioökonomin

Diskussion

Allmeinde – Sind Gemeinschaften mit und in der Natur der Garant für ein „Gutes Leben“?

Ein „Kuhgespräch“ mit Markus Faißt, Tischlermeister, Silke Helfrich, Sozioökonomin, Kaspanaze Simma, Land- und Hauswirt, Georg Willi, Bürgermeister der Stadt Innsbruck und Barbara Wülser, CIPRA International

Moderation: Nicole Hohmann, Kurt Bereuter

 

21.30 Uhr

Lokalklang

Eine „Schtûbat“ mit Hausmusik von der Familie Helmut Fink aus Au im Kulturverein Bahnhof in Andelsbuch. Dazu gibt es Allmeinde-Kost von der Dorfmetzgerei Ritlop und handwerklich hergestelltes Bier im Offenausschank von der Brauerei Egg.

 

Samstag, 8. Juni

9.00 Uhr

Vortrag

Wider die Ökonomisierung des Lebens – Wie kann ein „Gutes Leben“ für alle möglich werden?

Irmi Seidl, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin sowie Dozentin an der

ETH Zürich

 

9.45 Uhr

Vortrag

Von Tannenkühen – Wie kommen wir vom Wissen zum Tun und welcher Wahrnehmungsschulung bedarf es dafür?

Heinz Gstir, Obmann Bio vom Berg / Bioalpin eGen

 

11.00 Uhr

Vortrag

Kunst, Resilienz und Gemeinschaft – Die Widerstandskraft von Mensch und Gesellschaft stärken.

Christine Fuchs, Juristin sowie Bildende Künstlerin

 

11.30 Uhr

Diskussion

In der Mitte bleiben – Wie kann man Lesen und Leben, Denken und Handeln versöhnen?

Ein „Kuhgespräch“ mit Christine Fuchs, Juristin sowie Bildende Künstlerin, Heinz Gstir, Obmann Bio vom Berg/ Bioalpin eGen, Erich Schwärzler, ehem. LR und Ombudsmann Vorarlberger Nachrichten, Irmi Seidl, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin

Moderation: Nicole Hohmann, Thomas Geisler

 

13.30 Uhr

Vortrag

Sonderlinge 1: Von Hochland zu Hochland – Wie bauen die Maasai-Frauen ein Haus aus einfachsten Mitteln für sich und die Dorfgemeinschaft?

Cornelia Faißt, Baumeisterin sowie Dozentin Universität Liechtenstein

 

14.00 Uhr

Sonderlinge 2: Einblicke in das japanische Handwerk – Wie entstehen aus traditionellen Materialien und manuellen Fertigungstechniken neue Arbeiten?

Kai Linke, Designer

 

14.30 Uhr

Diskussion

Die weite Welt und der Bregenzerwald – Was wir von „draußen“ für das Gestalten von Dingen und Gesellschaft lernen können?

Ein „Kuhgespräch“ mit Cornelia Faißt, Baumeisterin, Gertrud Faißt, Obfrau Weltladen Egg, Kai Linke, Designer, Gerold Schneider, Architekt, Hotelier und Gründer Allmeinde Commongrounds

Moderation: Nicole Hohmann, Thomas Geisler    

 

15.30 Uhr

Werkstatt 1 – Ästhetik und ökologisches Wirtschaften

Gastgeber: Christine Fuchs und Kai Linke

Werkstatt 2 – Kultur und Nachhaltigkeit  

Gastgeber: Cornelia Faißt und Georg Willi

Werkstatt 3 – Landschaft und Baukultur

Gastgeber: Anna-Lydia Capaul und Barbara Wülser

 

17.00 Uhr      

Abschlussdiskussion

Rückblick ist Zukunft – Was bleibt von Feldern kooperativen Handelns und wie können wir damit zukunftsfähig das Morgen gestalten?

Ein zusammenfassendes „Kuhgespräch“ mit Markus Faißt, Tischlermeister, Miriam Kathrein, neue Leiterin Werkraum Bregenzerwald, Barbara Wülser, CIPRA International

Moderation: Nicole Hohmann, Thomas Geisler, Kurt Bereuter

 

20.00 Uhr

Filmvorführung

Der Traum des Bauern Franz Michael Felder (Österreich,1984, 59 Min.)

Mit dem Kulturjournalisten und Gestalter der Dokumentation Walter Fink

 

Sonntag, 9. Juni

10.00 Uhr

Umgang 1 – Handwerk und Dorfgemeinschaft

Gastgeber: Verein der Freunde des Werkraum Bregenzerwald

Umgang 2 – Franz Michael Felder und sein Dorf

Gastgeber: Franz-Michael-Felder-Verein

Umgang 3 – Landwirtschaft in Gemeinschaft

Gastgeber: Kulturforum Bregenzerwald

 

Referentinnen und Referenten Symposium

Programm Symposium

Programmfolder Symposium

Symposium-Pass € 85, ermäßigt € 45

Abendticket Freitag € 20, ermäßigt € 12

Tagesticket Samstag € 65, ermäßigt € 35

Umgang Sonntag € 10, ermäßigt € 5

 

Die Teilnahmegebühren beinhalten die Tagungsunterlagen und die Verpflegung zu den Kaffeepausen. Die Werkraum Wirtschaft bietet einen Mittagstisch – vegan nur mit Vorbestellung im Anmeldeformular.

 

Anmeldeformular Symposium

Das Anmeldeformular bitte ausgefüllt per E-Mail an info@werkraum.at oder Fax an +43 5512 26387

 

Presseinformation Symposium

 

 

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltung filmisch und fotografisch dokumentiert wird und diese Aufnahmen im Zusammenhang mit der Veranstaltung für die Öffentlichkeitsarbeit und Archivierung, analog und digital, verwendet werden können.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 

 

 

 

Sonderausstellung: Lernwerkstatt

 

Foto: Roswitha Schneider

 

Lernwerkstatt – Werkraumschule Bregenzerwald

26.01. – 11.06.2019

 

Die Werkraumschule Bregenzerwald ist ein Ausbildungspilot zur Berufsorientierung im Handwerk und Gewerbe. Das 2016 gestartete Kooperationsprojekt von Werkraum Bregenzerwald und den Bezauer Wirtschaftsschulen (BWS) umfasst fünf Schulstufen und dient der kaufmännischen und dualen handwerklichen Berufsausbildung. Gelernt wird in der BWS, den Handwerksbetrieben in der Region und temporär in dieser Lernwerkstatt.

 

Über fünf Jahre hinweg bildet die Werkraumschule den nahtlosen Übergang zwischen mittlerer Schule und Lehr- ausbildung mit Hilfe von Coaching und Praxiserfahrungen in den Betrieben. Eine ausführliche Berufsorientierungsphase und die individuelle Betreuung in den ersten drei Jahren helfen bei der Berufswahl. In integrierter Form werden Allgemeinbildung, kaufmännische wie gestalterische Grundlagen und ein breites handwerkliches Wissen vermittelt.

 

In der hier eingerichteten Lernwerkstatt kommen die SchülerInnen wöchentlich für das handwerkliche Arbeiten zusammen. Der Ort dient dem Wissens- und Erfahrungsaustausch bei dem das Tun und der Dialog im Zentrum stehen. Darüber hinaus sind Kinder und Jugendliche, BesucherInnen, Mitgliedsbetriebe und Gäste im Werkraumhaus eingeladen die „offene Werkstatt“ zu entdecken und selbst tätig zu werden.

 

 

Foto: Roswitha Schneider

 

Termine Werkunterricht – immer freitags

29. März (Thema Beton)

05. April (Thema Holz)

12. April (Thema Elektrizität)

26. April (Thema Wasser)

03. Mai (Thema Glas & Holz)

10. Mai (Thema Strom)

17. Mai (Thema Holz)

24. Mai (Thema Metall)

07. Juni (Thema Stoff & Leder)

 

Termine Zeichenunterricht – immer mittwochs

24. April

08. Mai

15. Mai

22. Mai

 

Die Werkraumschule Bregenzerwald wird unterstützt durch das Land Vorarlberg, die Wirtschaftskammer Vorarlberg, die Arbeiterkammer Vorarlberg, die Regio Bregenzerwald, das Bundesministerium für Bildung, sowie Partnerbetriebe und private Förderer wie Würth und der Hypo Spendenfonds.

 

Die Weiterentwicklung der Werkraumschule ist als Pilotaktivität Teil des Projekts DuALPlus, das im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über das Alpenraumprogramm kofinanziert wird.

 

Erfahren Sie mehr über die Werkraumschule unter www.werkraum.at/werkraumschule

 

 

Veranstaltung

Im Rahmen der Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald

 

Junge Meinungswerkstatt

Samstag, 11. Mai 2019, 10-18 Uhr

Drei Schreinerlehrlinge aus dem Bregenzerwald nutzen die eingerichtete Lernwerkstatt für einen Meinungsaustausch. Paul, Hannes und Josh möchten gemeinsam mit den BesucherInnen gesellschaftspolitische Fragestellungen und das handwerkliche Tun in Beziehung setzen. Es wird nicht nur diskutiert, sondern auch „gewerkt“. Sie freuen sich über viele Interessierte die ihre Ideen, Meinungen, Gedanken und ihre Leidenschaft zum Handwerk mit ins Werkraumhaus bringen.

 

Wir wollen das tun.

Wir sind Paul, Hannes und Josh. Drei Lehrlinge, die bei vielen Gesprächen und Diskussionen gemerkt haben, dass nicht nur wir den Drang verspüren, unsere Ideen, Meinungen und Sichtweisen mit anderen zu teilen und zu diskutieren.

 

Mit Euch.

Kommt. Bringt eure Ideen, Gedanken, Meinungen mit. Habt Lust diesen Samstag mit uns zu verbringen. Neben einigen festen Programmpunkten und Workshops haben wir viel freien Raum, um uns auszutauschen und kennenzulernen.

 

Der Eintritt ist frei, keine Anmeldung erforderlich, Rückfragen bitte an: joshua.singer@online.de

 

 

Workshops

Im Rahmen der Lernwerkstatt Werkraumschule Bregenzerwald

 

Die wunderbare Welt des Origami

Papier verwandelt sich durch Falten in verschiedenste Dinge, etwa in Hüte, Schiffe und Flieger. Falte dir selbst eine Hexenstiege, einen Fangbecher oder eine Geldbörse.

 

Mittwoch, 13. Februar 2019, 15-17 Uhr
Donnerstag, 14. Februar, 15-17 Uhr

Donnerstag, 18. April 2019, 10-12 Uhr

Alter: 5-10 Jahre

Kosten: 5 Euro

Teilnehmer: 8-10 Kinder

Leitung: Verena Dünser

Anmeldung: info@werkraum.at

 

 

Ostereier färben

Gemeinsam mit der Werkraum Wirtschaft werden Ostereier mit Naturfarben gefärbt. Dazu binden wir ein Osternest aus Heu und Naturmaterialien.

 

Mittwoch 17. April 2019, 14-16 Uhr

Alter: ab 5 Jahren , jüngere Kinder mit Begleitung

Kosten: 5 Euro

Teilnehmer: nicht begrenzt

Leitung: Team S-Line und Verena Dünser

Anmeldung: info@werkraum.at

 

 

Blumenkränze binden für Erwachsene und Kinder

Werkraum Mitglied Heidi Maurer-Hagspiel führt in das Handwerk des Kränzebindens ein:  Aus Blumen und anderen Materialien aus der Blumenbindewerkstatt, binden und gestalten Erwachsene und Kinder mit Begleitung, Kränze mit dem Steckring.

 

Samstag, 4. Mai 2019 – 10 bis 12 Uhr

Teilnehmer: Erwachsene oder Kinder ab 5 bis 12 Jahre in Begleitung mit einem Erwachsenen

Kosten: 20 Euro pro Erwachsener und pro „Bindepaar“ (Kind mit Begleitung) + Materialkosten

Mitbringen: Gartenschere und selbstgesammelte Wiesen- und Gartenblumen

Leitung: Heidi Maurer-Hagspiel und Verena Dünser

Anmeldung: info@werkraum.at

 

Sonderausstellung: HAND WERK ZEUG

Foto: Roswitha Schneider

HAND WERK ZEUG

23. März – 11. Juni 2019

 

Zum 20-jährigen Bestehen des Werkraum Bregenzerwald sollen sich alle Mitgliedsbetriebe in der Ausstellung HAND WERK ZEUG im Werkraumhaus versammeln. Die aktuelle Veranstaltungsreihe DIALOGWERKSTATT: Felder kooperativen Handelns bietet den passenden Rahmen dafür.

 

Wie treten BenutzerIn und HandwerkerIn über einen Gegenstand in einen Dialog, der möglichst auf Augenhöhe stattfindet? Was verbindet? In welcher Beziehung stehen HandwerkerInnen untereinander? Was bleibt als Geschichte in einem Gebrauchsgegenstand gespeichert? Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Werkraum Bregenzerwald, wurden alle Mitgliedsbetriebe eingeladen, ein „Handwerkzeug“ aus der Werkstatt eines anderen Handwerkbetriebs auszusuchen und vorzustellen.

 

Die ausgewählten Objekte können ein bewusster Kauf, ein Geschenk, oder ein Tausch gewesen sein. Relevant waren in erster Linie ihre handwerkliche Geschichte und der Bezug zur herstellenden Werkstatt. Die Gegenstände sind Verbindungselemente und transportieren auf unterschiedliche Art und Weise die gegenseitige Wertschätzung, die regionale Wertschöpfung oder die sozialen und wirtschaftlichen Verflechtungen und somit die Felder kooperativen Handelns im Werkraum Bregenzerwald und darüber hinaus.

 

Die Präsentation auf einer langen Tafel lassen die Objekte wie bei einem table commune (dt. Gemeinschaftstisch) miteinander in Dialog treten. Die Kommentare und Geschichten zu den Gegenständen – die über einen Audioguide abzurufen sind – vermitteln die Vielstimmigkeit und Heterogenität im kooperativen Miteinander.

 

81 Gegenstände sind zusammengekommen: von sehr traditionell bis clever, oder kurios – immer mit einer persönlichen Geschichte dahinter.

 

Presseinformation_Sonderausstellung HAND WERK ZEUG_Werkraum Bregenzerwald

Information zum Audioguide und zur APP

HAND WERK ZEUG Audioguide

 

Mehr zur Ausstellung und zum Konzept erzählt Martin Bereuter, Handwerker und Obmann des Werkraum Bregenzerwald, im Audioguide (nur in deutscher Sprache):

Kapitel 01_Informationen zur Ausstellung

 

Idee und Konzept

Martin Bereuter, Nicole Hohmann

 

Projektleitung, Ausstellungsorganisation und Tonaufnahmen

Andrea Masal, Pia Ammann

 

Ausstellungsgestaltung und Umsetzung

Martin Bereuter, Georg Bechter

 

Tontechnik und Schnitt

Martin Beck, Michael Summer

 

Audioguide

Hearonymus