Veranstaltungen

Sonderausstellung

Foto: Adolf Bereuter

 

Preisträger

Handwerk + Form 2018

17.11.2018 – 12.1.2019

 

Der bedeutende Gestaltungswettbewerb fand 2018 bereits zum achten Mal statt. Vor mehr als zwei Jahrzehnten wurde der Wettbewerb auf Anregung des Handwerkervereins Andelsbuch in Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner Harry Metzler gegründet. Seit dem Jahr 2000 schreibt der Werkraum Bregenzerwald den Wettbewerb alle drei Jahre aus. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für die regionale Handwerkskultur in Kooperation mit GestalterInnen aus dem In- und Ausland. Die Einreichung kann nur durch einen Bregenzerwälder Handwerksbetrieb erfolgen.

 

Aus 122 Objekten in den Einreichkategorien Produkt, Bauhandwerk und Experiment kürte eine international besetzte Fachjury 30 Siegerprojekte in den Preiskategorien Auszeichnung, Anerkennung und Belobigung. Kriterium war das Zusammenspiel aus handwerklicher Qualität und originärer Formgebung. Auf Regionalität, Materialität, Funktionalität und Nachhaltigkeit wurde dabei besonders geachtet. Im Vordergrund steht die Vielseitigkeit und Innovationskraft in allen Bereichen des Handwerks.

 

Jury

Elke Delugan Meissl (AT), Marianne Goebl (CH), Philipp Kuntze (CH), Rianne Makkink (NL), Thomas Machhörndl (AT), Harry Metzler (AT), Herman August Weizenegger (DE)

 

handwerkundform.com

 

 

Sonderausstellung

Foto: Diaméter Collective

 

Designing Craft

Crafting Design

 

Das Kooperationsprojekt von Werkraum Bregenzerwald mit Studierenden des Royal College of Art in London erforscht künstlerisch und dokumentarisch einen gemeinsamen Arbeitsprozess. Die kulturell und disziplinär diverse Gruppe wurde unter Anleitung des Designkollektivs Diaméter angeregt, ihre Positionen als Kreativschaffende – sozialisiert im urbanen Umfeld – in Relation oder im Kontrast zu den Handwerkspraktiken im Bregenzerwald zu reflektieren. Die Ausstellung zeigt filmisch die Begegnungen der jungen DesignerInnen während eines einwöchigen Workshops und die daraus entstandenen Objekte im Arbeitsprozess mit den Meisterbetrieben. Drei Schwerpunkte lagen dem experimentellen Erforschen zu Grunde: die materielle Kultur des Bregenzerwalds, die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Handwerk sowie die Rekontextualisierung und Neudenken von Materialien und Praktiken.

 

Nach Stationen wie der Vienna Design Week und dem Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, ist das Projekt nach Handwerk + Form 2018 erstmals im Werkraumhaus zu sehen. Eine umfassende Projektdokumentation – unterstützt durch das Land Vorarlberg – findet sich auf der Website dccd.show.

 

 

Podiumsgespräch – Handwerk und Design

Handwerk und Design – Partnerschaft oder Paradox?

Eine Veranstaltung im Rahmen der Podiumsreihe Blickwechsel – Zukunft gestalten

 

Wie ist es über den aktuellen Trend hinaus möglich, handwerkliche Dinge mit Designqualität zu schaffen, die den Zeitgeist und gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen? Bedarf es hierfür eines neuen Verständnisses von Handwerk und Design und wie ändern sich dadurch die Rollen von DesignerInnen und HandwerkerInnen? Und welche Form von Kulturvermittlung ist nötig, um die Entwicklung von handwerklichen Techniken und Fähigkeiten sowie regionale Fertigungsmethoden zu fördern? Darüber diskutieren die Philosophin und Ökonomin Christine Ax, die Kuratorin Amelie Klein, der Architekt und Tischler Martin Bereuter und der Gestalter Kai Linke und geben zahlreiche Praxisbeispiele aus ihren unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern.

 

Anschließend ist das Publikum dazu eingeladen, gemeinsam mit dem Podium zu diskutieren: über die Ausgangsfragen des Abends, die gehörten Beiträge und darüber, welcher Haltung es im Design, im Handwerk und in der Gesellschaft bedarf, um der Überproduktion globaler Märkte und dem überbordenden Konsum entgegenzuwirken.

 

Podiumsgespräch

22. November 2018, 19 Uhr

Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main

 

Mehr Informationen finden sich hier.

Presseinformation

 

 

Öffentliche Führungen Werkraumdepot

Werkraumdepot

Studiensammlung zeitgenössisches Handwerk

und Design im Bregenzerwald

 

Führungen
Jeden ersten Samstag im Monat  11-12 Uhr
Eintritt und Führung € 12,- / ermäßigt € 9,- für SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen
Gratis für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

Sonderführungen Werkraumdepot auf Anfrage buchbar

 

Führungstermine  2018:

3. Februar 2018

3. März 2018

7. April 2018

5. Mai 2018

2. Juni 2018

7. Juli 2018

4. August 2018

1. September 2018

6. Oktober 2018

3. November 2018

1. Dezember 2018

 

 

Download Pressebilder Werkraumdepot  © Roswitha Schneider.zip

Werkraumdepot Pressemitteilung

Werkraumdepot Press Release

 

 

Als permanente Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das neu eingerichtete Werkraumdepot Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.

Namensgebend war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden im werkraum depot in Schwarzenberg – einem wichtigen Vorläufer des Zumthor-Baus in Andelsbuch als Ausstellungs- und Vermittlungsort –  auch Ankäufe des vorarlberg museum gezeigt. Die jetzige Neuaufstellung wurde mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald ermöglicht und kann als Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald jeden ersten Samstag im Monat bzw. auf Anfrage besichtigt werden.

 

Auslöser für die Neuaufstellung war die im Sommer 2017 gezeigte Ausstellung Archiv der Formen. Handwerk und Design im Bregenzerwald (1.7.—7.10.2017). Die Überblicksschau mit mehr als 200 Exponaten aus bisher 632 Einreichungen zu Handwerk+Form gab einen Gesamteindruck von den Entwicklungen und dem Gestaltungsreichtum des Bregenzerwälder Handwerks seit der Erstausgabe des Gestaltungswettbewerbs 1991. Die Ausstellung in seiner dichten Präsentation von Möbeln und Gegenständen in raumhohen Regalen fand bei den BesucherInnen aus dem In- und Ausland großen Anklang. Viele der Ausstellungsstücke waren Leihgaben aus der Sammlung des vorarlberg museum, die teilweise bereits im Untergeschoss des Werkraumhauses eingelagert waren. Die Überlegung lag also nahe, diese sonst unsichtbare „Schatzkammer“ für das interessierte Publikum in einer permanenten Präsentation – zumindest zu bestimmten Zeiten – zugänglich zu machen.

 

Werkraum Depot 3 © Roswitha Schneider klein

 

Schatzkammer und Lernort

Das neueingerichtete Werkraumdepot erstreckt sich auf knapp 200m2 im Untergeschoss des Werkraumhauses und zeigt rund 80 Objekte aus der Sammlung des vorarlberg museums, sowie zusätzlich einige wenige Leihgaben direkt aus den Werkstätten der Handwerksbetriebe. Die Sammlungsstücke stammen großteils aus dem Ankauf von Exponaten der Ausstellung möbel für alle, sowie aus Ankäufen von Preisträger-Projekten aus dem Wettbewerb Handwerk+Form von 1991 bis in die Gegenwart. Die daraus zusammengestellte Studiensammlung ergibt somit einen sehr guten Einblick in das Werken und Wirken der regionalen Handwerksbetriebe und zeigt das Niveau und die Qualität ihrer Erzeugnisse mit höchstem, gestalterischem Anspruch.

 

Das bewährte Team aus Robert Rüf (Robert Rüf Industrial Design, Wien) und Christof Nardin (Büronardin, Wien), die auch für das Design der Sommerausstellung verantwortlich waren, übernahm dezent gestalterische Zitate aus Archiv der Formen. Vorgabe an die beiden gebürtigen Alberschwender war zudem, das bestehende Lagerregal aus sägerauem und grau gestrichenem Holz, wiederzuverwenden, um den Umbau, der zum großen Teil durch die Freunde des Werkraum Bregenzerwald finanziert werden konnte, ökonomisch und ökologisch im Rahmen zu halten. Zudem ist das Regal eine Reminiszenz an das Schwarzenberger Depot, wo es bereits im Einsatz war.

 

Die Aufstellung der Objekte erfolgt nach keinem expliziten Prinzip, sondern orientiert sich nach dem Platzangebot – es ermöglicht Objekte oder Gruppen (Regale, Tische, Stühle, Hocker, etc.) bei Bedarf umzustellen oder zu verdichten. Die Studiensammlung ist in ihrem Umfang nicht abgeschlossen und soll auch weiteren Ankäufen Platz bieten. Die mit Klettbändern angebrachten und leicht positionierbaren Objektbeschriftungen sind auf das Notwendigste reduziert, da die Vermittlung, teilweise mit Demonstration der Funktionsweise der Objekte, im Rahmen von Führungen erfolgt. Zum Schutz der musealen Sammlungsobjekte werden dabei von Guide und BesucherInnen Handschuhe getragen. Ein einführendes Videointerview, entstanden zu Archiv der Formen, mit den „Gründervätern“ von Handwerk+Form, darunter Mitglieder des Handwerkervereins Andelsbuch und der Grafiker Harry Metzler, geben Einblick in die Ausgangslage vor der Etablierung des Designwettbewerbs und der Gründung des Werkraum Bregenzerwald. Der Wettbewerb und die Kollektion möbel für alle, aus denen die Exponate hervorgehen, bilden den Rahmen der einzelnen Objekterzählungen.

 

Werkraum Depot 5 © Roswitha Schneider

 

Handwerk + Form

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Handwerkervereins Andelsbuch wurde 1991 erstmals ein Gestaltungswettbewerb mit dem Titel Handwerk + Form ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war es, durch das Zusammenwirken auf gleicher Augenhöhe von regionalen HandwerkerInnen und GestalterInnen aus dem In- und Ausland technisch und formal ausgereifte Produkte zu entwickeln. Einreichen durften jedoch lediglich Handwerks- und Gewerbebetriebe aus dem Bregenzerwald. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wurden von einer Fachjury nach festgelegten Kriterien beurteilt und in einem speziellen Ausstellungsrundgang durch Werkstätten und landwirtschaftliche Nutzgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit dem Jahr 2000 wird der Wettbewerb in einem Triennale-Rhythmus vom Werkraum Bregenzerwald organisiert –

2018 findet der Wettbewerb zum achten Mal statt.

 

Möbel für alle

Vorarlberg wird für seine zeitgenössische Baukultur international beachtet. Für diesen Zugang in der Architektur bedarf es innovationswilliger Handwerksbetriebe, die kreative und kompetente Ansprechpartner für die Architekturschaffenden sind. Neben den althergebrachten Aufgaben des (Innenaus-)Baus wird die Auseinandersetzung mit dem Objekt und Mobiliar, die diese Räume erfordern, immer bedeutender. Für den Wiener Ringturm kuratierten die Architekten Roland Gnaiger und Adolph Stiller die Ausstellung möbel für alle. designinitiative werkraum bregenzerwald (17.4.—18.6.2002). Rund vierzig alltagstaugliche, funktionale und ästhetisch außergewöhnliche Objekte von Werkraum-Handwerksbetrieben zeigten die Standards des modernen Möbelbaus im Bregenzerwald – darunter auch viele Objekte, die für den Wettbewerb Handwerk+Form entstanden waren. Die Ausstellung und der Katalog machten damals erstmals zeitgenössische Bregenzerwälder Alltags- und Wohnkultur auf höchstem handwerklichem Niveau einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

 

Das Werkraumdepot ist somit ein wichtiger Ort der Vermittlung – nicht nur der handwerklichen und gestalterischen Qualitäten und Fertigkeiten in der Region – sondern auch der jungen, von Veränderung erzählenden Geschichte des Werkraum Bregenzerwald. Es ergänzt und vertieft das sonstige Angebot im Werkraumhaus, wie Sonderausstellungen und Werkraumschauen. Für die Werkraumschule ist die Studiensammlung und das Depot ein zentraler Lernort zu Handwerk und Design, der die Kreativität der Schülerinnen und Schüler am Beispiel herausragender Sammlungsobjekte anregen und fördern soll. Neben der digitalen und überall zugänglichen Sammlung www.archivderformen.at bietet das Werkraumdepot die Auseinandersetzung und Vertiefung mit dem physischen Objekt.

 

Im Rahmen des in diesem Jahr wieder stattfindenden Wettbewerbs Handwerk + Form und des Ausstellungsrundgangs im Herbst (13./14./18./19./20./21. Oktober 2018) wird das Werkraumdepot zum Ausgangspunkt für das Vermittlungs- und Führungsprogramm.

 

 

Depot ©Roswitha Schneider

 

Das Werkraumdepot in Schwarzenberg war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden auch Ankäufe des vorarlberg museum präsentiert. Als neueingerichtete Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das Werkraumdepot ab jetzt Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.
Die Neuaufstellung des Werkraumdepot wurde ermöglicht mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald und kann als regelmäßiges Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald bzw. auf Anfrage besichtigt werden: info@werkraum.at

 

 

 

 

wb-depot-mail-logo 1