Veranstaltungen

nextG Bautage der Werkraumschule

nextG 
Bautage der Werkraumschule
mit Serge Lunin
19. – 22. Juni 2018
Fassaden-Installation:
23. Juni – 21. Oktober 2018
Eröffnung der Fassaden-Installation:
22. Juni 2018, 17 Uhr im Werkraumhaus, Andelsbuch

 

 

Mit nextG  wird die nächste Generation von HandwerkerInnen vorgestellt. In diesem Fall ein gemeinsames Bauprojekt des ersten und zweiten Jahrgangs der Werkraumschule unter der Leitung des renommierten Schweizer Werk- und Gestaltungslehrers Serge Lunin.

Mit rund 60 Jugendlichen baut er eine räumliche Struktur aus Holz, die sich in Anlehnung an die Sommerausstellung Alphabet des Lebens – Lernwerkstatt Natur (23.6.—6.10.2018) konstruktiv an Bauprinzipien in der Natur orientiert und gleichzeitig Bezug auf die Architektur des Werkraumhauses nimmt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich der Nachwuchs in der Fassaden-Installation einnisten wird!

 

Führungen für Schulklassen und Gruppen

Anmeldung: info@werkraum.at

 

 

Impressionen der Bautage

 

Alphabet des Lebens – Lernwerkstatt Natur

23. Juni – 6. Oktober 2018

Eröffnung: 22. Juni 2018, 18 Uhr, Werkraumhaus Andelsbuch

 

 

Der Bregenzerwald ist bekannt für seine traditionsreiche Kulturlandschaft, geprägt durch Landwirtschaft, Handwerk und Tourismus. Die menschliche Nutzung hat die einstige Naturlandschaft maßgeblich geformt und verändert. Global gesehen, gilt der Mensch heute als wesentlicher Einflussfaktor auf die Biosphäre der Erde. Wie gehen wir im sogenannten Anthropozän mit den begrenzten Ressourcen um? Welche Auswirkungen hat unser Handeln für zukünftige Generationen?

 

Nachhaltigkeit ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft und der Bregenzerwald ein guter Ort, sich (wieder) mit der Natur zu verbinden. Daher hat der Werkraum Bregenzerwald ein interdisziplinäres Team aus Kreativen, WissenschaftlerInnen und HandwerkerInnen eingeladen, gemeinsam der Frage nachzugehen, wie wir in Zukunft ressourceneffizient und nachhaltig produzieren und wirtschaften können. Dem Designprozess kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

 

Die Biomimicry – das Nachahmen der Natur – bietet eine Anleitung für lebensfreundliche Gestaltung und Innovation. Strategien und Muster, welche sich über 3,8 Milliarden Jahre Evolution bewährt haben, wurden vom Forschungsteam beispielhaft am Ökosystem eines heimischen Baumes untersucht. Als Lernwerkzeug diente das Alphabet des Lebens, eine Zusammenfassung von 26 Prinzipien der Natur, welche uns auf intelligente Lösungen bei Pflanzen und Tieren hinführt.

 

Das übergreifende Forschungs-, Bildungs- und Ausstellungsprojekt verbindet Wissenschaft mit Handwerk und künstlerischer Produktion in einer inspirierenden Lernwerkstatt für Fachleute, Laien und Familien. Intelligente Anwendungen aus Handwerk und Design werden vorgestellt oder können selbst ausprobiert werden. Das Werkraumhaus wird sogar zum Gewächshaus für „Superpflanzen“ und bietet „Nistplätze“ im Innenraum und an der Fassade.

 

Mehr zu Workshops, Vorträgen und Naturerkundung finden Sie hier

 

 

Kuratorinnen
Elisabeth Kopf (Projekt- und Kommunikationsdesignerin), Regina Rowland (Biomimicry-Expertin)

Kuratorischer Beirat
Timo Kopf (Zoologe), Claus Schnetzer (Architekt), Alfred Ruhdorfer (Baubiologe), Andrea Zraunig (Botanikerin), Albert Gerlach (Innovationscoach)

WissenschaftlerInnen (Scientists-at-the-design table)
Günther W. Amann-Jennson (Schlafforscher), Karin Grafl (Umweltmedizinerin), Birgit Gschweidl (Botanikerin), Theresa Heitzlhofer (Ökologin), Ulli Kammerzell (Baum- und Holzwissenschaftler), Johannes Kisser (Chemiker), Christian Rammel (Humanökologe)

HandwerkerInnen (Craftspeople-at-the-design table)
Mitglieder Werkraum Bregenzerwald: Jodok Felder (Metallhandwerker), Helmut Fink (Holzhandwerker), Andrea Hager (Bettenherstellerin), Simon Hofer (Bootsbauer, Tischler), Daniel Meusburger (Gartenbauer), Stefan Mayer (Steinhauer), Johannes Mohr (Polsterer), Thomas Mohr (Tischler), Anna Claudia Strolz (Lampenherstellerin), Leander Vögel und Peter Willi (Elektriker); andere Handwerksbetriebe: Martin Rauch und Clemens Quirin (Lehmbauer), Anika und Anton Machnik (Schädlingsbekämpfer)

Ausstellungsarchitektur
Claus Schnetzer, Gregor Pils / SchnetzerPils ZT
Grafik-Design, Typografie und Illustration
Design Buero Baustelle, Gesine Grotrian, Johannes Lang, Andreas Palfinger

Künstlerische Produktionen
Dominik Einfalt, Monika Ernst, Barbara Anna Husar, Joohyun Lee, Suzy Kirsch, Luc Kopf, Günther und Loredana Selichar / Wolfgang Mitterer, Astrid Seme, Masha Sizikova, Katharina Triebe
Fotografie und Video
Balint Bíró, Lucas Breuer, Matthias Dietrich, Sabine Dreher, Daniel Hager, Daniel Kozma, Barnabás Tóth-Justh

Forschungs- und Veranstaltungspartner
alchemia-nova – Institut für innovative Phytochemie & Kreislaufwirtschaft, aws – Austria Wirtschaftsservice, Biomimicry 3.8, Bioversum – naturinspirierte Systeme, designforum Vorarlberg, ecofairbau – Gesunde Lebenswelten, Energieinstitut Vorarlberg, European Biomimicry Alliance, inatura Dornbirn, Kulturverein Bahnhof Andelsbuch, Naturpark Nagelfluhkette, Umweltmedizinisches Labor Dr. Karin Grafl, would2050

Bildungspartner
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, FH Burgenland, FH Vorarlberg, FH Wiener Neustadt, NMS Au, TU Wien, TU Zvolen, Universität für angewandte Kunst Wien, Werkraumschule

Projektförderer
FFG – Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft
Land Vorarlberg

        

—————————————————————————————————————————–

Rahmenprogramm

 

ExpertInnenführungen
23.6., 14 — 16 Uhr
Rundgang und Naturerkundung mit dem Zoologen Timo
Kopf — Führungsbeitrag, keine Anmeldung erforderlich

 

29.7., 14 — 18 Uhr
Rundgang und Wanderung zu den 400-jährigen Bergahornen
auf der Waldalpe mit dem Autor, Fotografen
und Naturdenker Conrad Amber — Führungsbeitrag,
Anmeldung erforderlich

 

1.9., 11 — 12 Uhr
Rundgang und Besuch im Werkraumdepot mit Fokus
auf naturinspirierte Handwerks- und Baukultur mit
dem Architekten und Architekturforscher Robert Fabach
— Führungsbeitrag, Anmeldung erforderlich

 

5.10., 18 Uhr
Rundgang mit Fokus auf den Rohstoff Holz mit dem Dendro-Chronologen
Klaus Pfeifer, den Architekten Bernardo
Bader und Claus Schnetzer und dem Holzhandwerker Helmut
Fink — Führungsbeitrag, Anmeldung erforderlich

 

Biomimicry-Führungen
23.6. / 25.8 / 6.10., jeweils 10 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung Alphabet des Lebens
(A.de.Le.) mit den Kuratorinnen und Ausstellungsarchitekten
— Führungsbeitrag, keine Anmeldung erforderlich

 

Familienführungen
13.7. / 10.8. / 6.10., 14 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung für Groß und Klein mit
der Werkraumpädagogin Verena Dünser — Führungsbeitrag,
keine Anmeldung erforderlich

 

Schulführungen und Gruppen
Anmeldung und Info auf Anfrage

 

Lernwerkstatt
23.6. — 6.10.
Die Lernwerkstatt in der Ausstellung wird temporär
von HandwerkerInnen und ExpertInnen betrieben,
die Wissen über natürliche Baumaterialien im Tun
vermitteln.

—————————————————————————————————————————–

Kinderwerkstatt

 

Dreckarbeit — mit Erde malen
11.7. / 22.8. / 5.9., 10 — 12.30 Uhr
Die Bodenerde ist voller Steinen, Pflanzen und Tierchen.
Die Finger schmutzig machen, experimentieren und der
Kreativität keine Grenzen setzen — Anmeldung erforderlich,
Altersgruppe 5—10 Jahre, Materialbeitrag € 5

 

Federleicht und Schwergewicht
1.8. / 8.8. / 29.8., 10 — 12.30 Uhr
Aus Ästen und Krimskrams ein Mobile bauen, die Schwerkraft
spielerisch kennenlernen und aus Fundstücken etwas
Schönes bauen — Anmeldung erforderlich, Altersgruppe
5 — 10 Jahre, Materialbeitrag € 5

 

Offene Ferienwerkstatt
11.7. / 1.8. / 8.8. / 22.8. / 29.8. / 5.9., 13.30 — 17.30 Uhr
Der Werkraum Lädolar steht offen zum freien Experimentieren
und Werken. Do-it-yourself-Angebote für Kinder
und Jugendliche unter Anleitung von Werkraumpädagogin
Verena Dünser und Team — Keine Anmeldung erforderlich,
Materialbeitrag € 3

 

ORF Lange Nacht der Museen
6.10., ab 18 Uhr
Groß und Klein bauen in der Lernwerkstatt unter
Anleitung von [kat]alab einfache und mit dem Handy
kompatible Mikroskope. Geführte Ausstellungsrundgänge
um 18, 20 und 22 Uhr — Keine Anmeldung
erforderlich, Eintritt zzgl. Materialbeitrag € 5.

 

Für alle Veranstaltung gilt:
TreffpunkT Werkraumhaus, Andelsbuch
Anmeldung und Information info@werkraum.at

 

 

Alphabet des Lebens Pressemitteilung

Alphabet of Life Press Release

 

 

Öffnungszeiten

Dienstag – Samstag, 10 – 18 Uhr

 

Eintrittspreise

Erwachsene € 7,50

Ermäßigungen € 5,–

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

Gruppen ab 15 Personen pro Person € 5,–

Führungen für Gruppen ab 15 Personen pro Person € 7,–

 

Hinweis
Es wird darauf hingewiesen, dass die Veranstaltungen ggf. filmisch
und fotografisch dokumentiert werden und diese Aufnahmen im
Zusammenhang mit der Veranstaltung für die Öffentlichkeitsarbeit
und Archivierung, analog und digital, verwendet werden könnten.

 

 

Öffentliche Führungen Werkraumdepot

Werkraumdepot

Studiensammlung zeitgenössisches Handwerk

und Design im Bregenzerwald

 

Führungen
Jeden ersten Samstag im Monat  11-12 Uhr
Eintritt und Führung € 12,- / ermäßigt € 9,- für SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen
Gratis für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

 

Führungstermine  2018:

2. Februar 2018

3. März 2018

7. April 2018

5. Mai 2018

2. Juni 2018

6. Juli 2018

3. August 2018

7. September 2018

5. Oktober 2018

2. November 2018

7. Dezember 2018

 

 

Download Pressebilder Werkraumdepot  © Roswitha Schneider.zip

Werkraumdepot Pressemitteilung

Werkraumdepot Press Release

 

 

Als permanente Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das neu eingerichtete Werkraumdepot Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.

Namensgebend war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden im werkraum depot in Schwarzenberg – einem wichtigen Vorläufer des Zumthor-Baus in Andelsbuch als Ausstellungs- und Vermittlungsort –  auch Ankäufe des vorarlberg museum gezeigt. Die jetzige Neuaufstellung wurde mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald ermöglicht und kann als Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald jeden ersten Samstag im Monat bzw. auf Anfrage besichtigt werden.

 

Auslöser für die Neuaufstellung war die im Sommer 2017 gezeigte Ausstellung Archiv der Formen. Handwerk und Design im Bregenzerwald (1.7.—7.10.2017). Die Überblicksschau mit mehr als 200 Exponaten aus bisher 632 Einreichungen zu Handwerk+Form gab einen Gesamteindruck von den Entwicklungen und dem Gestaltungsreichtum des Bregenzerwälder Handwerks seit der Erstausgabe des Gestaltungswettbewerbs 1991. Die Ausstellung in seiner dichten Präsentation von Möbeln und Gegenständen in raumhohen Regalen fand bei den BesucherInnen aus dem In- und Ausland großen Anklang. Viele der Ausstellungsstücke waren Leihgaben aus der Sammlung des vorarlberg museum, die teilweise bereits im Untergeschoss des Werkraumhauses eingelagert waren. Die Überlegung lag also nahe, diese sonst unsichtbare „Schatzkammer“ für das interessierte Publikum in einer permanenten Präsentation – zumindest zu bestimmten Zeiten – zugänglich zu machen.

 

Werkraum Depot 3 © Roswitha Schneider klein

 

Schatzkammer und Lernort

Das neueingerichtete Werkraumdepot erstreckt sich auf knapp 200m2 im Untergeschoss des Werkraumhauses und zeigt rund 80 Objekte aus der Sammlung des vorarlberg museums, sowie zusätzlich einige wenige Leihgaben direkt aus den Werkstätten der Handwerksbetriebe. Die Sammlungsstücke stammen großteils aus dem Ankauf von Exponaten der Ausstellung möbel für alle, sowie aus Ankäufen von Preisträger-Projekten aus dem Wettbewerb Handwerk+Form von 1991 bis in die Gegenwart. Die daraus zusammengestellte Studiensammlung ergibt somit einen sehr guten Einblick in das Werken und Wirken der regionalen Handwerksbetriebe und zeigt das Niveau und die Qualität ihrer Erzeugnisse mit höchstem, gestalterischem Anspruch.

 

Das bewährte Team aus Robert Rüf (Robert Rüf Industrial Design, Wien) und Christof Nardin (Büronardin, Wien), die auch für das Design der Sommerausstellung verantwortlich waren, übernahm dezent gestalterische Zitate aus Archiv der Formen. Vorgabe an die beiden gebürtigen Alberschwender war zudem, das bestehende Lagerregal aus sägerauem und grau gestrichenem Holz, wiederzuverwenden, um den Umbau, der zum großen Teil durch die Freunde des Werkraum Bregenzerwald finanziert werden konnte, ökonomisch und ökologisch im Rahmen zu halten. Zudem ist das Regal eine Reminiszenz an das Schwarzenberger Depot, wo es bereits im Einsatz war.

 

Die Aufstellung der Objekte erfolgt nach keinem expliziten Prinzip, sondern orientiert sich nach dem Platzangebot – es ermöglicht Objekte oder Gruppen (Regale, Tische, Stühle, Hocker, etc.) bei Bedarf umzustellen oder zu verdichten. Die Studiensammlung ist in ihrem Umfang nicht abgeschlossen und soll auch weiteren Ankäufen Platz bieten. Die mit Klettbändern angebrachten und leicht positionierbaren Objektbeschriftungen sind auf das Notwendigste reduziert, da die Vermittlung, teilweise mit Demonstration der Funktionsweise der Objekte, im Rahmen von Führungen erfolgt. Zum Schutz der musealen Sammlungsobjekte werden dabei von Guide und BesucherInnen Handschuhe getragen. Ein einführendes Videointerview, entstanden zu Archiv der Formen, mit den „Gründervätern“ von Handwerk+Form, darunter Mitglieder des Handwerkervereins Andelsbuch und der Grafiker Harry Metzler, geben Einblick in die Ausgangslage vor der Etablierung des Designwettbewerbs und der Gründung des Werkraum Bregenzerwald. Der Wettbewerb und die Kollektion möbel für alle, aus denen die Exponate hervorgehen, bilden den Rahmen der einzelnen Objekterzählungen.

 

Werkraum Depot 5 © Roswitha Schneider

 

Handwerk und Form

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Handwerkervereins Andelsbuch wurde 1991 erstmals ein Gestaltungswettbewerb mit dem Titel Handwerk+Form ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war es, durch das Zusammenwirken auf gleicher Augenhöhe von regionalen HandwerkerInnen und GestalterInnen aus dem In- und Ausland technisch und formal ausgereifte Produkte zu entwickeln. Einreichen durften jedoch lediglich Handwerks- und Gewerbebetriebe aus dem Bregenzerwald. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit wurden von einer Fachjury nach festgelegten Kriterien beurteilt und in einem speziellen Ausstellungsrundgang durch Werkstätten und landwirtschaftliche Nutzgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit dem Jahr 2000 wird der Wettbewerb in einem Triennale-Rhythmus vom Werkraum Bregenzerwald organisiert –

2018 findet der Wettbewerb zum achten Mal statt.

 

Möbel für alle

Vorarlberg wird für seine zeitgenössische Baukultur international beachtet. Für diesen Zugang in der Architektur bedarf es innovationswilliger Handwerksbetriebe, die kreative und kompetente Ansprechpartner für die Architekturschaffenden sind. Neben den althergebrachten Aufgaben des (Innenaus-)Baus wird die Auseinandersetzung mit dem Objekt und Mobiliar, die diese Räume erfordern, immer bedeutender. Für den Wiener Ringturm kuratierten die Architekten Roland Gnaiger und Adolph Stiller die Ausstellung möbel für alle. designinitiative werkraum bregenzerwald (17.4.—18.6.2002). Rund vierzig alltagstaugliche, funktionale und ästhetisch außergewöhnliche Objekte von Werkraum-Handwerksbetrieben zeigten die Standards des modernen Möbelbaus im Bregenzerwald – darunter auch viele Objekte, die für den Wettbewerb Handwerk+Form entstanden waren. Die Ausstellung und der Katalog machten damals erstmals zeitgenössische Bregenzerwälder Alltags- und Wohnkultur auf höchstem handwerklichem Niveau einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.

 

Das Werkraumdepot ist somit ein wichtiger Ort der Vermittlung – nicht nur der handwerklichen und gestalterischen Qualitäten und Fertigkeiten in der Region – sondern auch der jungen, von Veränderung erzählenden Geschichte des Werkraum Bregenzerwald. Es ergänzt und vertieft das sonstige Angebot im Werkraumhaus, wie Sonderausstellungen und Werkraumschauen. Für die Werkraumschule ist die Studiensammlung und das Depot ein zentraler Lernort zu Handwerk und Design, der die Kreativität der Schülerinnen und Schüler am Beispiel herausragender Sammlungsobjekte anregen und fördern soll. Neben der digitalen und überall zugänglichen Sammlung www.archivderformen.at bietet das Werkraumdepot die Auseinandersetzung und Vertiefung mit dem physischen Objekt.

 

Im Rahmen des in diesem Jahr wieder stattfindenden Wettbewerbs Handwerk+Form und des Ausstellungsrundgangs im Herbst (13./14./18./19./20./21. Oktober 2018) wird das Werkraumdepot zum Ausgangspunkt für das Vermittlungs- und Führungsprogramm.

 

 

Depot ©Roswitha Schneider

 

Das Werkraumdepot in Schwarzenberg war der erste, von 2004 bis 2013 betriebene Schauraum des Werkraum Bregenzerwald. Schon damals wurden auch Ankäufe des vorarlberg museum präsentiert. Als neueingerichtete Studiensammlung im Werkraumhaus bietet das Werkraumdepot ab jetzt Einblicke in das zeitgenössische Handwerk und Design aus der Region.
Die Neuaufstellung des Werkraumdepot wurde ermöglicht mit Mitteln der Freunde des Werkraum Bregenzerwald und kann als regelmäßiges Führungsangebot von vorarlberg museum und Werkraum Bregenzerwald bzw. auf Anfrage besichtigt werden: info@werkraum.at

 

 

 

 

wb-depot-mail-logo 1